08.03.2018 - 16:56 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Gesundheitsveranstaltung am 14. März Sorgen mit der Blase

Zwischen 2,5 und 6 Prozent der Frauen leiden unter chronischem Blasenschmerz. Auch Männer sind davon betroffen. Urologen und Schmerztherapeuten werden über die verschiedenen Krankheitsbilder aufklären.

Die Organisatoren und Moderatoren der 10. Gesundheitsveranstaltung des Fördervereins für Schwerkranke hoffen auf großen Zuspruch: Vorsitzende Waltraud Koller-Girke (Fünfte von rechts) mit den Referenten Professor Thomas Bschleipfer, Renate Häring und Dr. Susanne Neumeier (Vierter bis Zweite von rechts). Bild: Bühner
von Siegfried BühnerProfil

Anlass ist die 10. Gesundheitsveranstaltung des Fördervereins für Schwerkranke der Kliniken Nordoberpfalz am Mittwoch, 14. März. Vorsitzende Waltraud Koller-Girke wies bei der Vorstellung des Programms auf die Veranstaltungstradition hin. Diesmal heißt das Thema "Wenn die Blase schmerzt".

In den Expertenvorträgen geht es hauptsächlich um den chronischen und nicht bakteriellen Blasenschmerz. Vor allem Frauen seien davon betroffen, betont Chefarzt Professor Dr. Dr. Thomas Bschleipfer , der den ersten Vortrag halten wird. Die am häufigsten vorkommende Form des chronischen Blasenschmerzes wird in der ärztlichen Fachsprache als "Interstitielle Cystitis" bezeichnet. Über diese Krankheit sei bisher noch zu wenig bekannt, und sie werde deshalb auch nicht immer sofort richtig diagnostiziert, berichtete der Urologe. Patienten würden oftmals "extrem darunter leiden", denn es handele sich dabei um einen "meist chronisch progressiven Krankheitsverlauf". Deshalb sollte auch die Behandlung möglichst frühzeitig beginnen. Im Vortrag wird auf Diagnose- und Therapiemöglichkeiten bis hin zu den operativen Verfahren eingegangen.

Die leitende Ärztin der interdisziplinären Schmerztagesklinik, Dr. Susanne Neumeier , wird über "multimodale Therapien chronischer Blasenschmerzen in der Schmerztagesklinik" sprechen. "Die psychosomatische Seite spielt in der Schmerztherapie bei dieser Krankheit eine große Rolle", stellt sie fest. Auch Stressbewältigungsstrategien kommen zum Einsatz. Überhaupt sei die Behandlung der Psyche "Hauptbestandteil".

An diesen Vortrag knüpft Physiotherapeutin und Heilpraktikerin Renate Häring mit ihrem Thema "Aktives rund um den Beckenboden" an. Chronische Schmerzen würden zu einem "hohen Stresslevel" führen, erklärt sie. Deshalb spielen auch in diesem Vortrag die psychosomatischen Aspekte eine wichtige Rolle. "Der Mensch atmet rund 20 000 Mal am Tag, so oft gibt es die Möglichkeit, den Beckenboden zu bewegen." Kleine Übungen werden auch mit den Zuhörern gemacht. Außerdem wird auf die Körperhaltung ("Power Posing") eingegangen.

Moderiert wird das Programm von Dr. Stefanie Kuchlbauer, Leiterin der Palliativstation, und Dr. Tobias Müller. Mitveranstalter sind die Kliniken Nordoberpfalz AG, die AOK-Direktion, der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst Weiden-Neustadt/WN und die VHS Weiden-Neustadt gGmbH. Beginn ist um 18 Uhr in der Klinikumscafeteria. Schirmherr ist Oberbürgermeister Kurt Seggewiß. "Die Behandlung von Schwerkranken und chronisch Kranken zu unterstützen" sei eines der Ziele des Fördervereins, erinnerte Koller-Girke. Dazu gehöre auch die Information über Erkrankungen und ihre Behandlungsmöglichkeiten.

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