10.07.2017 - 20:54 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Greenpeace feiert Kleidertauschparty Erstklassige Mode aus zweiter Hand

Ein Zeichen gegen den ungebremsten Modekonsum - das setzte die Ortsgruppe von Greenpeace mit ihrer Kleidertauschparty am Neuen Rathaus. "Jeder Deutsche kauft im Schnitt 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr, Jugendliche sogar deutlich mehr", heißt es in einem dazu verteilten Informationsblatt.

Zu Beginn der Kleidertauschparty sind Tisch und Regale noch wenig mit Kleidungsstücken gefüllt. Später am Vormittag finden mehrere Hundert Stück dann neue Besitzer. Bild: Bühner
von Siegfried BühnerProfil

40 Prozent der Kleidung seien "Schrankhüter" und würden fast nie getragen. Drei von vier Kleidungsstücken landeten im Müll. Die Kleidertauschparty sollte "Lust auf Neues befriedigen, ohne die Gewässer zu vergiften und gewaltige Müllberge zu erzeugen". In China, dem Land mit der größten Textilproduktion, seien etwa zwei Drittel der Gewässer mit Chemikalien belastet, die vor allem aus der Textilindustrie stammen, erklärt Greenpeace Weiden. Zur Kleidertauschparty durften maximal fünf abgelegte Kleidungsstücke gebracht und kostenlos gegen andere getauscht werden. Als Tausch galt aber auch, dass Personen Kleidungsstücke brachten und andere diese kostenlos mitnehmen durften. Diese Form des Recyclings hat deutlich überwogen.

Sprecher Ali Zant und seine Mitstreiter zeigten sich mit der Beteiligung sehr zufrieden. Mit zunehmender Dauer der Aktion füllten sich die Kleiderständer immer mehr, andererseits wurde auch die Gruppe der Interessenten an "Austauschkleidung" immer größer. Im aufgestellten Großzelt konnte anprobiert werden. Sanfte Harfenmusik von Annette Rösel lud zum Verweilen ein.

Die Aktion ist Bestandteil einer überregionalen "Konsum-Kampagne" mit den Leitsätzen "gebraucht statt neu kaufen", "reparieren statt wegwerfen" und "zertifizierte Mode statt billiger Massenware". Auf www.greenpeace.de findet sich eine Karte mit "Secondhand-Läden, Reparatur-Cafés und Eco-Fashion-Stores in der Nähe.

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