06.10.2017 - 20:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Hans Blum sieht grundsätzliches Problem bei Volks- und Schützenfesten Oktoberfest geschönt

Es hat zuletzt Schwachpunkte gegeben. Geld ist trotzdem verdient worden. So sind meine eigenen Umsätze nicht schlechter geworden.Hans Blum, CSU-Stadtrat und Schausteller

Für Hans Sperrer ist klar: "Ein Oberzentrum wie Weiden sollte beides haben." Ein Frühlings- und ein Volks- und Schützenfest. Und nachdem die Feuerschützen angekündigt hatten, die 120. Auflage des Festes 20218 nicht mehr stemmen zu können, war für den CSU-Stadtrat auch klar, dass die Stadt einspringen muss. Dies hat der Hauptverwaltungsausschuss denn auch mit acht zu drei Stimmen beschlossen. Als Partner empfahl Sperrer die Marktkaufleute. Und: "Das Fest sollte der Stadt gerecht sein. Eine bessere Bauern-Kirwa braucht's nicht."

Es hat zuletzt Schwachpunkte gegeben. Geld ist trotzdem verdient worden. So sind meine eigenen Umsätze nicht schlechter geworden.
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Ebenso wie Fraktionskollege Hans Blum räumte er ein, dass es zuletzt schon Schwachpunkte gegeben habe. Aber zur Bewirtschaftung im Bierzelt wollte er sich nicht öffentlich äußern. Blum stellte klar, es habe nicht am Ertrag gelegen, dass die Feuerschützen nicht mehr wollten. Er verwies auf das Alter der Organisatoren. Er selbst sei mit 54 Jahren der Jüngste im Festausschuss gewesen. Der Stadtrat machte deutlich, dass auf und mit dem Fest immer noch Geld verdient worden sei. Sein Umsatz zum Beispiel sei nicht schlechter geworden. Blum sah ein grundsätzliches Problem. Amberg sei "auch nicht so toll" gewesen. "Und das Oktoberfest ist besser dargestellt worden, als es war."

Für den Fortbestand des Festes setzte sich auch SPD-Sprecherin Gabi Laurich ein. "Für viele Bürger und besonders Kinder sei es immer noch etwas Besonderes." Die Stadt müsse nun ein neues Konzept erarbeiten. Für die Organisation durch private Dritte sprach sich Gisela Helgath (Grüne) aus. Die Stadt könne nicht immer einspringen. "Soll sie irgendwann auch das Fischerfest übernehmen?", fragte Helgath. Anfangs hatte Philipp Beyer (Bürgerliste) von einem "fast toten Fest" gesprochen. Das Konzept sei überholt, der Zeitpunkt falsch. Er forderte eine Pause.

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