Hatchimals sind der Renner an Weihnachten 2016
Ein Geschenk aus dem Ei

(Foto: dpa)
 
Wieder begehrt: Die Ostheimer Weihnachtskrippe. Der Klassiker erlebt laut Geschäftsinhaberin Margit Wallner in diesem Jahr eine Renaissance. Bilder: Schönberger (2)

Was wünschen sich Kinder zu Weihnachten? "Keine Frage: ein Hatchimal", meint eine Kollegin. "Oder eine Smartuhr. Auf jeden Fall etwas Elektronisches." Mikroskop und Spielzeugküche stehen bei den Söhnen eines Kollegen auf dem Wunschzettel. Was aber wandert tatsächlich über die Verkaufstheken des Weidener Einzelhandels?

(ps) Keinesfalls nur Elektronik, wie die Nachfrage ergibt. Zum Glück für die Eltern. Denn so ein Hatchimal - ein Ei, bei dem das Kind durch Streicheln einen Drachen oder einen Pinguin ausbrüten kann - geht ganz schön ins Geld. Zwischen 59,99 und 138,50 Euro dürfen die Eltern dafür löhnen. Ein bisschen erinnert dieses Tier aus dem Ei an die Tamagotchis, die Ende der 90er Jahre der große Renner waren.

Doch auch Althergebrachtes ist wieder in. Gesellschaftsspiele zum Beispiel, weiß Margit Wallner, Inhaberin von Holz-Kreativ Wallner. Oder das Spiel "Einhorn Glitzerglück", das heuer viele Kinder ab drei Jahren unter dem Weihnachtsbaum finden dürften. Bei den Vier- bis Zehnjährigen dagegen liegt die Brainbox im Trend. Ein Gedächtnisspiel zu den Themen "Dinosaurier", "Wilde Tiere" oder auch "Die Welt". Außerdem gilt nach ihren Worten: "Kaufladen und Puppenhaus sind nach wie vor gefragt."

Nach zwei bis drei Jahren Ruhepause erlebt bei ihr derzeit noch ein anderer Klassiker seine Renaissance: die Ostheimer Krippe. Angefertigt in Deutschland und ebenfalls nicht ganz billig, weshalb die Heilige Familie, die Heiligen drei Könige, Ochs und Esel in der Regel nach und nach angeschafft werden.

Plüschtiere von Steiff oder Sigikid, außerdem Puppen von Pampolina, Götz oder Käthe Kruse gehen im Spielzeughaus Weiden derzeit häufig über die Ladentheke. Als Geschenke für Jungen sind vor allem Lego und Playmobil gefragt. "Das Übliche", sagt Inhaberin Marion Müller. Und eine Neuheit: "Die Feuerwehrstation passend zur Brio-Holzeisenbahn."

"Hatchimals" ausverkauft

Von der Drogerie Müller gab es über die aktuellen Trends bei Spielwaren leider keine Auskunft. Angela Sela, Filialleiterin bei "Spiele Max", muss dagegen nicht lange überlegen. "Hatchimals sind der absolute Renner in diesem Jahr", bestätigt sie die Aussage meiner Kollegin. Selbst die Nachlieferung war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Kein Wunder, meint Angela Sela. Sie hat im Fernsehen mal gesehen, wie so ein Ei aufgepickt wird und schmunzelt: "Das wäre sogar was für Erwachsene." Stark gefragt sind in der Weidener Filiale außerdem Spielwaren von Lego und Playmobil, vor allem "Lego Technic"-Sätze. Die werden meist für Buben gekauft. Bei Mädels ab sechs Jahren ist dagegen der Schleich-Pferdestall heiß begehrt. Im Übrigen gilt: "Spiele sind generell gefragt. Egal, für welche Altersgruppe."

Das Gute an all diesen Geschenken: Sie lassen sich einfach wieder wegpacken, wenn das Kind keine Lust hat, damit zu spielen und bei passender Gelegenheit wieder hervorholen. Bei einer Katze, wie sie sich die Tochter einer zweiten Kollegin wünscht, ist das nicht der Fall. So ein lebendiges Geschenk will also gut überlegt sein.
1 Kommentar
Sonja Kaute aus Waldthurn | 25.12.2016 | 14:57  
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