Heimatvertriebenen eine Stimme gegeben
Trauer um Waldemar Schmidt

Waldemar Schmidt verstarb im 80. Lebensjahr. Bild: exb
Im Alter von zwei Jahren war Waldemar Schmidt bereits ein Vertriebener. Es war nach dem 28. August 1941, als tausende Wolgadeutsche ihre Heimatdörfer in Russland verlassen mussten, darunter auch Schmidts Mutter mit zwei Kindern. Sie kamen nach Kasachstan, wo die Familie bis 1993 lebte. Dann nutzte Schmidts Familie die damals geschaffenen Einreisemöglichkeiten für Russlanddeutsche und ließ sich in Weiden nieder.

Von Anfang an engagierte sich Schmidt in der Vertriebenenarbeit, leitete in Weiden rund acht Jahre die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, war im Heimatring aktiv und im Kreisverband der Union der Vertriebenen (eine Arbeitsgemeinschaft der CSU). Weiden war in den 90er-Jahren Durchgangsstation für viele Spätaussiedler. Rund 4000 Russlanddeutsche blieben. Waldemar Schmidt war das Miteinander der verschiedenen Kulturen immer ein besonderes Anliegen. Er knüpfte Kontakte, half bei der Arbeitsplatzsuche, dolmetschte und hielt Vorträge. Weggefährten schätzten seinen ruhigen, starken Charakter. Den Kontakt in die frühere Heimat hat der fünffache Familienvater nie abgebrochen. Zurück wollten er und seine Frau Rosa jedoch nie.
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