10.04.2018 - 19:16 Uhr
Oberpfalz

Heiße Diskussionen bei CSU-Fraktionssitzung Blechlawinen ausleiten

Im Stadtteil Stockerhut geht es eng zu. Parkplätze sind nicht nur rund um die Berufsschule begehrt. Nur eines der brennenden Themen in der öffentlichen CSU-Fraktionssitzung.

Auf großes Interesse stößt die zweite öffentliche CSU-Fraktionssitzung im Stadtteil Stockerhut. Der Bürgersaal des Stadtteilzentrums ist voll. Bild: dob
von Autor rdoProfil

CSU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Pausch freute sich über den guten Besuch mit etwa 50 Zuhörern im Café Mitte. Thema Nummer 1 sei der Wittgarten-Durchstich, meinte Baudezernent Oliver Seidel. Gefragt wurde, ob man im neuen Siechenweiher baden könne. "Da es sich um einen Weiher mit Fließgewässer handelt, wird dies sicher bis zur Hüfte möglich sein", mutmaßte Seidel. Die Anlagen des Jugendzentrums würden bleiben, und Innenstadtfläche würde durch die Verlagerung der Stadtwerke-Werkstatt und des Fuhrparks für eine weitere Entwicklung frei.

Familie Sanner als direkte Anwohner am Durchstich haben die Befürchtung, dass die arbeitende Bevölkerung der Innenstadt ins Wohngebiet zum Parken dränge. Die Stadträte brachten Anwohnerparkplätze ins Spiel. Außerdem sei die Einfahrt von der Siechen- und Fehrstraße in die Schweigerstraße sehr gefährlich. Verkehrsspiegel könnten Abhilfe schaffen.

Wie es mit dem Weidingbach im Bereich Siechenstraße weitergehe, würden die zukünftigen Planungen vorsehen, sagte Seidel. Zu prüfen sei inwieweit der Hochwasserschutz des Weidingbaches Flächen benötige. Der BA II ist in der Planfeststellung.

Wie wichtig der Parkplatz am Stadtfriedhof sei, habe die Beerdigung von Josef Sindersberger gezeigt. Die CSU will einen Antrag auf Befestigung des Parkplatzes für 2019 in den Haushalt einbringen. Seidel kündigte eine Druck-Ampel in der Christian-Seltmann-Straße zwischen der Einmündung "In der Weiding" und dem Seltmann-Parkplatz an.

Pausch erläuterte auf Anfrage, dass der barrierefreie Bahnhof an der geringen Frequenz an Fahrgästen scheitere. Hinzu komme ein möglicher Höhenunterschied durch die Elektrifizierung, und so sei die Maßnahme frühestens für 2021 zu erwarten. Die Bahnhaltestellen auf Höhe In der Weiding und am Hammerweg seien vom Tisch. Rektorin Evelyn Dineiger von der Albert-Schweitzer- Grundschule nannte die steigenden Schülerzahlen von jetzt 230 auf 260 in den nächsten Jahren sowie den Platzbedarf für Fachräume der Ganztagsschule und eine Mensa. Baudezernent Seidel sprach von der Möglichkeit einer gemeinsamen Küche der Grund- und der Berufsschule, die ebenso Bedarf habe. Die Berufsschule müsse erweitert werden. Angedacht sei ein "Verkehrsventil" zum Abfluss des Berufsschulverkehrs nach Norden, sagte Hans Sperrer. Vom Elternbeirat sprach Hans-Jürgen Heining die jetzige Verkehrssituation vor der Grundschule an und forderte ein Hinweisschild auf die Fußgängerampel. Fraktionschef Pausch bekundete den Willen, auf dem SV-Sportgelände eine Wohnbebauung auf 37 000 Quadratmetern vorzusehen. Mit Hilfe von Ausgleichsspielfeldern für die Fußballer von SpVgg SV sollen auch Grunddienstbarkeiten, die noch lange laufen, abgelöst werden. Auf dem SV-Parkplatz wäre sozialer Wohnungsbau eventuell ein Thema.

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