19.11.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Herbstversammlung des Oberpfälzer Kunstvereins: Kunsthaus für Weiden gesucht

In Sachen Kultur leide die Stadt an manchen Stellen, unterstreicht Heimatring-Chef Günther Magerl bei der Herbstversammlung des Oberpfälzer Kunstvereins. Er rät, den Blick einmal nach Waldsassen zu richten.

Der Oberpfälzer Kunstverein (OKV) ehrt bei seiner Herbstversammlung mehrere Mitglieder. Bild: Kunz
von Autor UZProfil

Dort gebe es ein Kunsthaus mitten im Zentrum. Magerl forderte am Samstagabend im Schützenhaus die Stadträte auf, sich auf den Weg ins Stiftland zu machen, um zu erkunden, wie dort Kunst und Kultur gepflegt würden. "Auch unsere Künstler hätten es verdient, solch ein Haus zu finden." Reinhold Wildenauer hielt eine eigene Galerie für den Oberpfälzer Kunstverein (OKV) für wünschenswert. "Vielleicht gibt es ja im neuen NOC eine Möglichkeit?"

Wie seine Stadtratskollege Alois Lukas warnte auch Wildenauer vor einem Abriss der Realschulen. Denn im Falle eines Neubaus würde es keine großzügige Aula mehr für Pfingst- und Herbstausstellungen geben. Heute plane man nicht nur Klassenzimmer kleiner als in den Sechzigern, sondern auch die Zugangsbereiche.

In ihrem Rückblick ging Vorsitzende Irene Fritz auf die Ausstellung in Pilsen sowie die Pfingst- und Herbstausstellung mit neuem Stellwandsystem ein. Das neue Eröffnungsdatum der Herbstausstellung mit Einbindung der Kunst- und Kultur-Nacht, habe sich bewährt, was sich an der hohen Besucherzahl (711) bemerkbar mache. "Wir werden auch über eine Abendöffnung nachdenken."

Fritz ließ die Kunstaktion in Annaberg-Buchholz mit befreundeten Künstlern Revue passieren und sprach den Linolschnitt an, der sich an die Weidener Arbeit vom Jahr 2016 anlehnte. Besucht habe man die Ausstellung "Metamorph" im Depot Pilsen, an der sich neben 20 Künstlern der Union der bildenden Künste aus der Region Pilsen auch 24 OKV-Künstler beteiligt hatten.

Ein tolles Echo habe der Jahreskalender der Raiffeisenbank mit OKV-Motiven erzielt. Auch die Sparkasse Oberpfalz Nord biete OKV-Künstlern ein Forum. Jeweils drei Kunstschaffende hätten vier Monate lang Gelegenheit, ihre Arbeiten dem Publikum im Schalterraum zu präsentieren. Zum 1. Dezember wolle man ein Kunstkaufhaus eröffnen. Dieses Mal neben dem Alten Rathaus. Angedacht seien auch lockere Werkstattgespräche bei den Künstler-Kollegen. Derzeit zähle der OKV 150 Mitglieder. 101 davon seien aktiv. Kunst sei ein Thema, das verbinde und nicht trenne. Irene Fritz sei deshalb mit ihrer Einstellung die ideale Chefin des Vereins, betonte Petra Vorsatz. Ihr sei es gelungen, neue Wege zu beschreiten, ohne die alten Traditionen wegzublasen. "Es war anfangs sicherlich nicht leicht. Aber du hast dem OKV gut getan." Für die viereinhalb Jahre an der Spitze wurde die Vorsitzende mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Die Verdienstnadel in Gold bekam Bernd Seidl. Die Verdienstnadel in Silber ging an Hugo Braun-Meierhöfer, die Verdienstnadel in Bronze an Renate Kummert, Ramona Pollakowski, Stefanie Stangl und Axel T. Schmidt. Die Jahresgabe "Staade Zeit" hatte diesmal Armin Friedrich Braun gestaltet.

 

 

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