Hinter dem Projekt Einkaufszentrum noc verstecken sich interessante Zahlen
Stahlverbrauch: Auf 10 Kilometer Golf an Golf

Hinter einem Projekt wie dem künftigen Einkaufszentrum "noc" (Nordoberpfalz-Center) verstecken sich auch immer hochinteressante Zahlen. Allein schon die Investitionssumme, die Fondara-Vorstand Thomas Schumacher bei der Grundsteinlegung nannte, ist gigantisch: 100 Millionen Euro.

Und Schumacher berichtete ferner auch, dass angesichts einer Verkaufsfläche von rund 14 000 Quadratmetern der Vermietungsstand rund 15 Monate vor der geplanten Eröffnung aktuell bei 50 Prozent liege.

Spannend sind auch die Fakten zu Bau und Technik, die Projektleiter Philipp Hlousek am Rande der Grundsteinlegung mitteilte. Demnach werden 28 000 Tonnen Stahl verbaut. Das entspricht 2350 VW-Golf, die aneinandergereiht eine Länge von etwa 10 Kilometer ergeben. Der Betonverbrauch beläuft sich auf 28 000 Kubikmeter oder 5,6 Millionen Eimer, was wiederum 560 000 Kühlschränken entspricht.

Strom für 20 Familien

Beim Abbruch waren 4400 Lkw-Ladungen notwendig. Der Aushub betrug rund 112 000 Tonnen. Das sind 580 Zugwaggons, die sich auf eine Länge von 9,3 Kilometern aufreihen würden. Die Geschossflächen gab Hlousek mit 36 000 Quadratmetern für die Galerie und mit 18 729 Quadratmetern für das Parkhaus an.

Auch das Thema Umwelt spielt eine Rolle. Für die Photovoltaikanlage, die jährlich etwa 70 000 kW/h erzeugen soll und dem Verbrauch von 20 Familienhäusern entspricht, werden 268 Stück Module aufgebaut. Die komplette Stromerzeugung mit einem Wert von 19 000 Euro verbleibt als Eigenverbrauch vor Ort.

310 000 Badewannen

Die Kohlendioxideinsparung durch die Photovoltaikanlage beträgt im Jahr 45 Tonnen. Zur Einordnung: Ein Pkw der Mittelklasse erzeugt auf der Fahrt von Weiden nach München und zurück 66 Kilogramm. Und noch eine unerfreuliche Zahl: Bisher mussten aus der Baustelle über 46 000 Kubikmeter Wasser gepumpt werden. Das entspricht dem Inhalt von etwa 310 000 Badewannen.

In großem Umfang Hertie kompensierenZum Handelskonzept von "noc" merkt Projektleiter Philipp Hlousek an, dass das früher dort situierte Warenhaus (Hertie) mit seiner regionalen Versorgungsfunktion in großem Umfang kompensiert werde. Zudem ergänze das neue Center die für moderne Handelskonzepte ungeeigneten Ladenzuschnitte in den etablierten Lagen um Flächen zur Ansiedlung zeitgemäßer Konzepte, die seit langem nach Weiden wollen oder auch teilweise im Bestand in ihrer Weiterentwicklung gehindert sind. Der Projektleiter ist überzeugt, dass insbesondere größerflächige Modeanbieter und frische Konzepte bis ins erweiterte Einzugsgebiet große Anziehungskraft entfalten werden.

Somit ergibt sich, dass der Textilbereich mit 43 Prozent Flächenanteil am stärksten vertreten sein wird. Die etwa 50 Läden teilen sich ferner auf in Schuhe/Leder/Sport (18 Prozent), Lebensmittel (16 Prozent), Hartwaren (12 Prozent) und Gesundheit (9 Prozent). Dazu kommen Dienstleistungen und Gastronomie mit jeweils 1 Prozent.

Im Einzugsgebiet wohnen laut Fondara 300 000 potenzielle Kunden. Sie gliedern sich in ein Kerneinzugsgebiet mit 140 000 und ein Gesamteinzugsgebiet mit 245 000 Menschen. Dazu kommen gut 30 000 Einwohner der westböhmischen Region und 25 000 US-Amerikaner. (vok)


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