Höhere Landbauschule startet mit neuer Lehrkraft in neue Ära
"Die Schule ist enorm wichtig"

Mit Zuversicht ins neue Schuljahr: Schulleiter Helmut Konrad begrüßt Judith Schlosser als neue Kollegin, die grundlegende Unterrichtsfächer und die Semesterleitung übernimmt. Bild: exb

Nach einem Jahr Pause und einem Lehrerwechsel beginnt für die Höhere Landbauschule Almesbach (HLS) eine neue Ära: Judith Schlosser ist neue hauptamtliche Lehrkraft. Im Interview stellt sie sich vor und erklärt, warum sie von der Landwirtschaft begeistert ist.

Frischer Wind an der Höheren Landbauschule Almesbach, die Absolventen der Landwirtschaftsschule gezielt und praxisnah auf ihre unternehmerische Tätigkeit auf dem landwirtschaftlichen Betrieb vorbereitet. An der HLS brechen nun neue Zeiten an: Im August hat Schlosser ihre neue Stelle an der Schule angetreten. Sie wird die Semesterleitung übernehmen und für die Fächer zuständig sein, die den landwirtschaftlichen Unternehmer qualifizieren: Betriebswirtschaft und Finanzmanagement, Wirtschaft und Agrarmärkte, Steuern und Recht sowie Politik und Gesellschaft. Für das Semester, das am 20. September beginnt, sind noch Plätze an der Höheren Landbauschule Almesbach frei.

Warum haben Sie die Stelle in Almesbach angetreten?

Judith Schlosser: Nachdem ich seit über zehn Jahren durch Ausbildung und Beruf in ganz Bayern unterwegs war und dort wertvolle Erfahrungen gesammelt habe, lockte mich das Angebot, eine Stelle in Heimatnähe antreten zu dürfen. Und ich hatte in all den letzten Jahren sehr viel Freude am Job des Lehrers. Ich arbeite sehr gerne mit jungen Menschen. Die Stelle in Almesbach ist eine Vollzeitstelle als Lehrer und vereint dies.

Sie stammen aus der Oberpfalz. Woher genau?

Ich stamme aus Schnaittenbach im Landkreis Amberg-Sulzbach. Dort bin ich aufgewachsen und dort wohne ich auch.

Woher kommt ihr Bezug zur Landwirtschaft?

Mein Onkel betreibt einen landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetrieb. Dort war ich von Kindesbeinen an in den Schulferien und habe mit großer Begeisterung mitgeholfen. Nach meiner Realschulzeit war ich drei Sommer als Sennerin in den Allgäuer Alpen eingesetzt. Diese wertvollen Erfahrungen haben meinen Berufswunsch verstärkt.

Was reizt Sie besonders am Beruf des Lehrers?

Junge Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten und sie individuell zu fördern.

Was möchten Sie an der HLS Almesbach bewegen?

Ein großes Anliegen ist es mir, dass die Höhere Landbauschule in Almesbach am Leben erhalten wird. Ich finde es enorm wichtig, dass gerade in der Oberpfalz, in der die Landwirtschaft ein großes Standbein ist, weiterführende Bildungseinrichtungen Bestand haben.

Was liegt Ihnen für Ihren ersten Jahrgang, der seine Schulzeit antritt, am Herzen?

Dass wir dieses Schuljahr, das sowohl für die Studierenden als auch für mich neu ist, gemeinsam erfolgreich abschließen können. Ich wünsche mir, dass die Schüler in dieser Zeit das mitnehmen, was sie auf ihrem späteren Lebensweg als Unternehmer in der Landwirtschaft benötigen und ihr Leben lang gerne und mit einem Lächeln im Gesicht an ihre Zeit an der Höheren Landbauschule Almesbach zurückdenken.

Von der Schwesternschule an die Höhere LandwirtschaftsschuleNach dem Schulabschluss an der Dr.-Johanna-Decker-Realschule in Amberg zog es Judith Schlosser an die Fachoberschule nach Triesdorf. Die Landwirtschaft interessierte sie schon immer. Nur dort war das Fachabitur in dieser Richtung möglich. Auch fürs Studium blieb die Schnaittenbacherin in Triesdorf. Dann arbeitete sie am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Weilheim. Dort hat Schlosser ihre zweite Leidenschaft entdeckt: den Beruf der Lehrerin.

Um in der Landwirtschaftsverwaltung unterrichten zu dürfen, benötigt man einen "Master"-Abschluss. Sie setzte also ihr Studium an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf im Bereich Agrarmanagement fort - neben der Tätigkeit am Amt. Es folgte das Referendariat in der Bayerischen Landwirtschaftsverwaltung an den Ämtern Roth und Schwandorf. Nach erfolgreicher Staatsprüfung kam sie ans Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim. Dort war Judith Schlosser vor allem in der Landwirtschaftsschule und bei der Erarbeitung von Stellungnahmen eingesetzt. Seit August ist sie in Weiden. (exb)
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