10.04.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Immunonkologie soll ausgebaut werden Hoffnungsträger der Medizin

Das Immunsystem ist das entscheidende Instrument des menschlichen Körpers zur Bekämpfung von Erregern. Bei einigen Krebserkrankungen ist es bereits gelungen, diese Fähigkeiten des körpereigenen Abwehrsystems auch bei Krebszellen zu nutzen. Nicht nur aus diesem Grund gilt die Immunonkologie als großer Hoffnungsträger der Medizin und stand bei den 13. Weidener hämatologisch-onkologischen Gesprächen im Mittelpunkt.

Dr. Werner Heinz, Prof. Dr. Frank Kullmann, Prof. Dr. Theodor Klotz und Dr. Thomas Schichtl (von links) stellen die Immunonkologie vor. Bild: Kliniken Nordoberpfalz AG
von Externer BeitragProfil

Privatdozent Dr. Werner Heinz, der seit Beginn dieses Jahres die Leitung des Onkologischen Zentrums am Klinikum Weiden und der Hämatologie und Onkologie in der Klinik übernommen hat, bezeichnete die Immunonkologie als "äußerst vielversprechenden Therapieansatz in der Krebsbehandlung". Ein großer Vorteil sei dabei die gute Verträglichkeit der Therapie. Der Chefarzt der Medizinischen Klinik I am Klinikum Weiden, Professor Frank Kullmann, erklärte, dass seit 2015 eine Vielzahl an Studien durchgeführt wurden, die vor allem bei Dickdarm- und Magenkrebs Erfahrungen bringen konnten. Dabei sei deutlich geworden, dass Tumore mit einem speziellen genetischen Profil besonders geeignet für diese Therapieform seien: "Dieses Therapiekonzept kann auch dann noch wirken, wenn alle anderen Formen, wie zum Beispiel die klassische Chemotherapie, bereits versagt haben." Dementsprechend gelte es jetzt für die Wissenschaft, Tumore ohne dieses spezielle genetische Profil für die immunonkologische Therapie zu sensibilisieren.

Professor Theodor Klotz, Chefarzt der Urologie, erklärte, dass das Immunsystem auch bei der Therapie von urologischen Krebserkrankungen eine Rolle spiele. So könne bei einem Teil der Patienten auch bei fortgeschrittenen Tumoren eine langanhaltende Stabilität der Erkrankung erreicht werden.

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