27.06.2017 - 13:18 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Industrie- und Handelskammer informiert bei Forum in Johannisthal über "Karrierestart Dual": Unternehmen bewerben sich

(pebr/psdr) Erfolgskombination Theorie und Praxis im Beruf. Ein duales Studium bietet genau das - ganz im Gegensatz zu einer rein akademischen Ausbildung. Über die Chancen und Möglichkeiten dieses Modells informiert die Veranstaltung "Karrierestart Dual".

Beruflich erfolgreich: Florian Rieder, Ralf Kohl, Alexandra Feistl und Landrat Andreas Meier (von links) werben für das Forum "Karrierestart Dual". Bild: Schönberger
von Redaktion OnetzProfil

"Die duale Ausbildung ist etwas, worum uns viele Länder beneiden", meint Landrat Andreas Meier. Leider sei sie durch den Trend der Akademisierung in den letzten Jahren in den Hintergrund gerückt. Eltern fürchteten, dass ihre Kinder ohne Abitur im späteren Berufsleben chancenlos seien. Genau deshalb ist es das besondere Anliegen von Landrat Meier und der IHK, die Werbetrommel für die duale Ausbildung zu rühren.

Aus diesem Grund veranstalten sie am Dienstag, 11. Juli, ein kostenfreies Forum für Eltern, Schüler und Lehrer im Haus Johannisthal in Windischeschenbach. "Eltern und Lehrer sind die wichtigste Orientierung für die Heranwachsenden bei der Berufswahl", meint Ralf Kohl, Bereichsleiter Berufsbildung der IHK Regensburg. Ferner sei zu erwarten, dass im Jahr 2030 ein Fachkräftemangel von 39 000 beruflich Qualifizierten im Raum der Oberpfalz und Kehlheim bestehen werde. Dem müsse man dringend entgegenwirken.

In ihrem Programm setzen sie auf einen Mix aus Theorie und Praxis: Zu Vorträgen kommt die Möglichkeit des individuellen Gesprächs und der Diskussion. Auszubildende, Unternehmensvertreter und dual Studierende stellen zusammen mit IHK-Mitarbeitern Karrierewege in der beruflichen Bildung vor.

Berufliche Bildung sei keine Sackgasse. Karriere Möglichkeiten seien vielfältig, meint Florian Rieder, Geschäftsführer des IHK-Gremiums Weiden. Auf leistungsstarke Jugendliche wartet eine Karriere auf Bachelor- und Masterniveau. "Ein Studium ohne Hochschulreife ist in Bayern mittlerweile möglich", erklärt Alexandra Feistl, Sachbearbeiterin für Wirtschaftsförderung im Landkreis Neustadt.

Das Programm: 16.30 Uhr: Ausbildungssituation regional, 16.45 Uhr: Aus- und Weiterbildung im Wandel: Berufsbilder für Abiturienten und Realschüler - ohne Studium zum Bachelor-Niveau, 17 Uhr: Praxisberichte Dr. Baumann Unternehmensgruppe und Franz Kassecker GmbH, 17.30 Uhr: Erfahrungsberichte von Azubis und Studierenden, 18 Uhr Austausch. Anmeldung bei Barbara Stich, 0961/4819512, stich[at]regensburg.ihk[dot]de.

 

 

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