05.12.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Integrationsprojekt "Familienakademie": Hilfe für Neuankömmlinge

Vor allem an muslimische Familien richtet sich das Projekt "Famak". Das unterstreicht Paul Zitzmann von "Arbeit und Leben Bayern". "Angesprochen fühlen dürfen sich aber alle Zugewanderten."

Maher Khedr und Paul Zitzmann informieren interssierte Zuhörer über das Projekt Familienakademie, das sich vor allem an muslimische Zuwanderer wendet. Bild: Kunz
von Autor UZProfil

"Famak" steht kurz für die Familienakademie, die Zuwanderer stärker in gesellschaftliches und politisches Leben im Stadtgebiet einbinden möchte. "Famak" wende sich an junge Familien. Es spreche Neuzugezogene ebenso an, wie "Altzugewanderte" und Einheimische, so Zitzmann. Zielsetzung sei eine stärkere Einbindung von Neuankömmlingen in die Elternarbeit an Schulen, Hilfe durch Information und Beratung sowie das Schaffen von Begegnungen zwischen Immigranten und deren Aufnahmegesellschaft. Zitzmann ist, wie Maher Khedr, vom Deutschsprachigen Muslimkreis in Weiden, Kooperationspartner des von Herbert Schmid koordinierten Projekts. Beide präsentierten das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge unterstützte Konzept. Rechtsdezernent Hermann Hubmann signalisierte finanzielle Hilfeleistung durch die Stadt. Unter den Zuhörern: Landtagsabgeordnete Annette Karl (SPD), SPD-Stadträtin Sema Tasali-Stoll und Grünen-Stadtrat Veit Wagner.

Herbert Schmid erklärte, was hinter der Idee stecke: Nämlich, die unterschiedlichen Wellen von Zugangsbewegungen nach Deutschland zu erreichen und zu kanalisieren. Diejenigen, die in den 60er- und 70er-Jahren nach Deutschland kamen - "die türkische Community" - sei bereits informiert. "Sie kennen die Licht- und Schattenseiten der Oberpfälzer Mentalität." Ganz besonders angesprochen sollten sich die Russlanddeutschen fühlen, die in den 90er-Jahren zugewandert seien. Sie spielten die Rolle des Katalysators. "Jene sollen helfen, mit ihren eigenen Erfahrungen als Migranten die Neuankömmlinge zu unterstützen."

Kredr erwähnte Erziehungsmethoden durch die Religion und den Religionsunterricht an Schulen. Das Projekt biete Familien und jungen Kindern kostenlose und auf sie persönlich zugeschnittene Freizeitangebote an. Zusammen mit Partnern wie dem Café Mitte, dem Wanderheim der Naturfreunde in Trauschendorf oder der Familienfreizeitanlage des Naabwiesenvereins Orthegelmühlbach, werden diese organisiert.

"Famak" stehe auch in enger Verbindung mit dem "Moscheeverein Deutschsprachiger Muslimkreis". Geworben wurde um Beteiligung an einer interkulturellen Sing- und Musikgruppe im Seminarraum von "Arbeit und Leben Bayern", der in der Einkaufspassage des Karl-Heilmann-Blocks zu finden ist.

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