07.12.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Jagdgenossenschaft warnt: Essensreste an Raststätten ursächlich: Wachsamkeit wegen afrikanischer Schweinepest

Die Gefahr kommt näher. Bis auf 30 Kilometer Luftlinie, um genau zu sein. Das stellen die Mitglieder der Jagdgenossenschaft Weiden mit Blick auf die Afrikanische Schweinepest fest.

Jagdvorsteher Alois Lukas (Zweiter von rechts) von der Jagdgenossenschaft Weiden und Reinhold Gailer (Mitte) von der Unteren Jagdbehörde zeigen Hinweisschilder, die vor der Afrikanischen Schweinepest warnen. Bild: rdo
von Autor rdoProfil

Bisher sei nach Angaben des Ministeriums kein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland bekannt. Allerdings breite sich die Virenerkrankung zunehmend von der Türkei kommend im Baltikum, Polen und Tschechien aus. Die Seuche sei zwar für Menschen ungefährlich, allerdings verliefe sie bei Haus- und Wildschweinen meist tödlich. Bei der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Weiden im Gasthof Dagner hoffte Jagdvorsteher Alois Lukas, dass die Seuche bei uns nicht ausbricht. Zuletzt wurden allerdings zwei Ausbrüche im östlichen Tschechien gemeldet. Sie liegen nur 30 Kilometer Luftlinie entfernt.

Von der Unteren Jagdbehörde der Stadt lobte Reinhold Gailer die Arbeit der Jagdgenossen und der Jägerschaft. Zur Schweinepest sagte er, mit den steigenden Fallzahlen wachse das Risiko einer Verschleppung der Krankheit nach Deutschland. Schweinefleischhaltige Lebensmittel aus betroffenen Regionen dürfen nicht mehr eingeführt werden. Ursächlich seien vor allem weggeworfene Essensreste an Tankstellen oder Raststätten, die von Wildschweinen gefressen würden. Für Deutschland als zweitgrößter Schweineproduzent in der EU nach Spanien käme der Ausbruch der Krankheit einem wirtschaftlichen Gau für die Schweinehalter gleich. Der Aufforderung des Ministeriums hinsichtlich Wachsamkeit und der Schwarzwildbejagung komme die Jagdgenossenschaft nach, bestätigte Lukas.

Das Jahr verlief ohne größere Schäden, sagte Vorsteher Lukas. Erfreulich sei die Eindämmung der Papierflut mit bis zu 1600 Seiten und 2000 Euro Kosten beim Jagdkataster. Die Genossenschaft habe das Angebot im PDF-Format zu einem Preis von 100 Euro bei der Erstausführung mit Namen und Flurstücken angenommen. Zudem nahm die Arbeitsgemeinschaft Jagd im Bezirk das Treffen mit dem Bauernverband zu Wolf- und Wildschäden war.

Die Versammlung beschloss nach Kassenprüfung, den Reinertrag 2016/2017 als Zuwendung für den Waldwegebau, die Unterstützung des Frauenhauses und die geplante Weihnachtsaktion der Stadt Weiden sowie für Rücklagen von Schadensfällen zur Verfügung zu stellen. Im Frühjahr 2018 werde ein neues Verbissgutachten erstellt.

 

 

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