18.02.2018 - 20:00 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Jahreshauptversammlung bei den Lustigen Konradern Und ewig rauschen die Gelder

"D'lustigen Konrader" passen nicht ins aktuelle Bild. Während andere Vereine Nachwuchssorgen plagen, halten die Hammerwegerer zusammen: Bei den "Konradern" gibt es gar Kinder im Überfluss.

Nachwuchssorgen plagen "D'lustigen Konrader" nicht. Und so ehrt die Schauspieltruppe treue Mitglieder und wählte neue in die Ausschüsse. Bild: Kunz
von Autor UZProfil

"Wir haben kein Nachwuchsproblem", berichtete deshalb auch Jugendwart Robert Stahl in der Jahreshauptversammlung. "Wir haben eher zu viele." Allein deshalb habe man fürs letzte Weihnachtsmärchen "Aschenputtel" ein "Besetzungsmaximalstück" für 25 Schauspieler gewählt.

"Die Jugend will auf die Bretter", sagte Stahl. CSU-Stadtrat Hans Blum erklärte, der Stadtrat solle seine Förderpolitik neu überdenken. Anstatt ins Tourneetheater der Max-Reger-Halle zu investieren, sei es doch besser, örtliche Theatergruppen zu unterstützen. SPD-Stadtrat Gerald Bolleininger betonte seine Verbundenheit mit den "Konradern": "Für mich sind Politik und Schauspielerei dasselbe." Und: "Sollte es politisch nicht mehr klappen, komme ich zu euch."

"Teil des Kulturerbes"

Vorsitzender Heiner Balk berichtete, dass die regionale Vielfalt des Mundarttheaters 2016 ins bundesweite Verzeichnis des "Immateriellen Kulturerbes" aufgenommen worden sei. "Auch wir Konrader sind Teil dieses Kulturerbes." Dazu gebe es eine Urkunde. "Wir können stolz sein." Denn im Mundarttheater werde Geschriebenes lebendig.

Respekt zollte Balk den fünften Klassen des Elly-Heuss-Gymnasiums, die ihre Weihnachtsfeier mit Mundartsketchen aufgehübscht hätten. "Viele Kinder können das doch gar nicht mehr." Einige Theaterschaffende unterschieden nicht zwischen Volks- und Mundarttheater und würden darin lediglich seichte Bauernkomödien sehen. "Typisch mit Kachelofen, Esstisch und einer minderen künstlerischen Qualität."

Mit dem "Boandlkramerblues" hätten die "Konrader" voll ins Schwarze getroffen. Balk: "Ein Superstück, mit tollen Musikern. Und wir auf der Bühne waren mit Herz und Seele dabei." Hans Hofmann ließ den Erfolg seines "Franziskus"-Stücks in der Konradkirche Revue passieren. "116 Mitwirkende, 4 Mal musste der Hauptdarsteller ausgetauscht werden. Insgesamt aber profihaft", meinte der Sprecher. Und sogar der Bischof aus Regensburg war zur Premiere gekommen.

Karten für das neue Stück

Regisseurin Sonja Balk wird heuer das Stück "Und ewig rauschen die Gelder" präsentieren. "Es wird hochdeutsch gesprochen. Und auf der Bühne fliegen die Fetzen." Der Kartenvorverkauf hat am Sonntag begonnen. Der Bühnenaufbau starte. Premiere im Pfarrheim St. Johannes sei am 14. April.

Neu besetzt wurden die Ausschüsse: Technik Jürgen Schraml und Hans Schraml, Bühnenbau Harald Helgert und Markus Suttner, Jugend Eli Lang und Robert Stahl, Maske/Requisite Inge Walter und Sonja Balk, Öffentlichkeitsarbeit Rita Dineiger und Franziska Birkner, Theater Sonja Balk und Peter Haffner, Vergnügen Alexandra Lukas und Alexandra Röckl.

Für 25-jährige Treue wurden geehrt: Fritz Landgraf, Gertrud Landgraf, Rigobert Ludewig, Ingeborg Walter und Anne-Marie Wunder. Für zehn Jahre: Stefan Neubauer, Susanne Neubauer, Helga Walbraun, Matthias Weiss und Barbara Zehrer.

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