11.02.2018 - 20:00 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Jahreshauptversammlung der KAB-Weiden Ost "Fairer Handel, faire Feste"

"Nachhaltig leben und arbeiten" sei das Leitthema, mit dem sich die KAB auseinandersetze. Das unterstrich Christa Burzer in der Jahreshauptversammlung der KAB Weiden-Ost. Wie die Vorsitzende betonte, müsse die Wirtschaft den Menschen und die Soziallehre der Kirche über das Kapital stellen.

Nach dem einstimmigen Votum der Mitglieder bleibt Christa Burzer (rechts) Chefin der KAB Weiden-Ost. Mit im Bild ihre Vorstandskollegen und die Geehrten. Bild: Kunz
von Autor UZProfil

Christa Burzer forderte faire Löhne, Nachhaltigkeit und einen schonenden Umgang mit den Ressourcen. "Wir habe es geschafft, dass Weiden sich auf den Weg gemacht hat, um ,Fairtrade-Stadt' zu werden." Damit sei Weiden die 123. Stadt in Bayern und die 492. in Deutschland mit diesem Gütesiegel. Dennoch müsse man weiterhin am Ball bleiben. Denn in eineinhalb Jahren stehe auch schon die Zertifizierung an: "Fairer Einkauf und faire Feste." Seit März sei die OTH "Fairtrade-University", und "auch die Sophie-Scholl-Realschule ist dabei". Das Gütesiegel stehe auch dafür, dass keine Kinder zur Arbeit gezwungen werden.

Mit 1127 Unterschriften habe sich die KAB gegen den verkaufsoffenen Sonntag eingesetzt. Der Sonntag dürfe nicht dem Kommerz geopfert werden. Weitere Anliegen der KAB: die Anerkennung von Erziehungszeiten auf die Rente, die kostenlose Beratung in Angelegenheiten des Arbeits- und Sozialrechts und das Engagement für Uganda. "Die KAB ist heute wichtiger denn je", betonte die Chefin. "Denn sie stellt den Menschen in den Mittelpunkt."

Präses Josef Matys sprach den kirchlichen Segen. In ihrem Rechenschaftsbericht bilanzierte Burzer zahlreiche Aktivitäten. Die Treffen der KAB-Senioren reduzierten sich seit 2017 auf Plaudern, Spielen und Geselligkeit. Kreisvorsitzender Hermann Stadler ging auf die Rente ein. Viele Rentner lebten am Rande des Existenzminimums, müssten einem Job nachgehen, um über die Runden zu kommen. "Ich bin der Meinung, wer 45 Jahre gearbeitet hat, muss so viel Rente bekommen, dass er damit sorgenfrei leben kann."

Für 50jährige Treue wurden Erich Flor, Andreas Nickl und Regina Eckl geehert. Für 40 Jahre Werner Wilzek und Monika Wilzek. Für 25 Jahre Christine Wittmann.

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