12.03.2018 - 20:00 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Jahreshauptversammlung des Komba-Kreisverbands Ernstberger durch Troika ersetzt

Nach 16 Jahren ist Schluss. Alfons Ernstberger kandierte nicht mehr für den Vorsitz der Komba, Kreisverband Weiden. Die Geschicke übernimmt jetzt mit Sabine Zenger, Sandy Klughardt und Michael Weiß eine Troika. Landesvorsitzender Gerhard Kreilein bezog Stellung zur laufenden Tarifrunde, bat um Kampfbereitschaft und schloss Streikmaßnahmen nicht aus.

Der Komba-Landesvorsitzende Gerhard Kreilein (Zweiter von links) ehrt langjährige Mitglieder. Bild: Kunz
von Autor UZProfil

"Unsere Forderungen sind nicht nur berechtigt, sondern die gerechte Anerkennung einer Leistung", sagte Ernstberger. "Wir werden uns an den anstehenden Kampfmaßnahmen beteiligen." Als Streikleiter benannte er seinen Nachfolger Weiß. In der Vergangenheit habe er immer wieder Kritik geübt, aber auch Positives gelobt, unterstrich er. Als Beispiele nannte er das ständige Ärgernis Wiederbesetzungssperre, die inzwischen stark gelockert sei.

Ernstberger thematisierte auch den wieder steigenden Krankenstand bei den Beschäftigten - "nicht nur wegen der Grippewelle" - und das Führungsverhalten der Vorgesetzten. "Zurzeit geht die Angst vor der Privatisierung des Bauhofs um, was für uns Gewerkschafter nicht nachvollziehbar ist, weil die Müllabfuhr kostendeckend über die Gebühren finanziert ist." Umgekehrt würde eine Privatisierung wohl zu einer Kostensteigerung für die Bürger führen. "Die Umwandlung der Max-Reger-Halle lässt grüßen." Sein Schwerpunkt liege auf der Verantwortung in Beruf, Politik und Gesellschaft. "Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit." Hier greife auch die Diskussion um die Tafeln. Was Ehrenamtliche hier leisteten verdiene Respekt.

Aber: "Ist es deren Aufgabe, die Sozialschwachen zu versorgen? Ich denke nein." Dies sei originäre Aufgabe des Staats. Der wälze hier seine Verantwortung ab. Um Verantwortung im Beruf übernehmen zu können und müssen, reiche es leider nicht mehr aus, auf einen Führungsposten befördert zu werden. "Die Ansprüche erfordern eine Führungspersönlichkeit, die diesen Anforderungen nicht nur entspricht, sondern dem Team auch ein Vorbild ist." Dies setze voraus: Menschenkenntnis, Teamfähigkeit sowie Transparenz bei Entscheidungen.

Sabine Zenger gab den Jahresbericht für die Kliniken Nordoberpfalz. Problem dort sei der Personalmangel in der Pflege. Außerdem kämpfe man um eine bessere Bezahlung für die Reinigungskräfte. Manfred Meßner regte an, im Falle einer Erweiterung des Rathauses einen Kindergarten mit einzubeziehen. Man müsse alles daran setzen, neue Mitarbeiter für die Verwaltung zu finden. Zur Not müsse in Schulen um Nachwuchs geworben werden. Im Blickpunkt

Vorstand und Geehrte

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Kassiererin Susanne Glaser, Jugendvertretung Sandy Klughardt, Seniorenvertretung Hermann Legat und Manfred Meßner, Beisitzer Alexander Eismann, Alexander Grundler, Anton König, Ursula Luther und Jessica Schubert. Für 40-jährige Treue wurden geehrt: Jutta Strobl und Elfriede Hösl. Für 25 Jahre wurden ausgezeichnet: Thomas Sollmann, Roland Gallei, Andreas Windschüttl, Steffen Meier und Irene Wagner. (uz)

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.