15.11.2017 - 20:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Jubilarehrung beim SPD-Ortsverein Weiden-Ost Im Herzen rot

Werner Schieder war Bundestagsabgeordneter. Er ist und bleibt aber ein treuer Genosse. Seit 40 Jahren. Sein Urteil basiert also auf reichlich Erfahrung: Er stellt der SPD Weiden-Ost ein gutes Zeugnis aus und lobt bei der Jubilarehrung die Weggefährten.

Ihr rotes Parteibuch ist ihnen Gold wert: Die SPD Weiden-Ost ehrt ihre treuen Genossen. Erich Völkl (vorne, Mitte) ist seit 55 Jahren dabei. Bild: Kunz
von Autor UZProfil

Es sei der Verein, aus dem ein Oberbürgermeister, ein Landtags- und ein Bundestagsabgeordneter hervorgegangen seien. Nun zählt Schieder ebenfalls zu den treuen Genossen. Einer ist bereits 55 Jahre dabei: Erich Völkl (siehe Kasten).

Annette Karl dankte dem Ortsvorsitzenden Horst Fuchs für dessen Engagement im größten SPD-Ortsverein im Stadtverband. "Wir setzen auf eine Erneuerung der SPD. Wir wollen zurück zu unserem Markenkern: Einigkeit, Gerechtigkeit und Solidarität", versprach sie.

Rücklage erwirtschaftet

Bei dieser Gelegenheit erklärte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß: "Ich bin stolz, dass wir heuer einen ausgeglichenen und genehmigungsfreien Haushalt vorlegen können." Geradezu "grandios" sei dieser - vorausgesetzt alle Parteien und Gruppen im Stadtrat hielten sich an die vereinbarte "Marschroute". Weiter sagte er: "Sozialdemokraten können sehr wohl mit Geld umgehen." Im Vermögenshaushalt habe die Stadt sogar eine Rücklage erwirtschaftet. Zu verdanken sei dies zum einen der Zuweisung staatlicher Finanzierungshilfen, zum anderen den Bedarfs- und Schlüsselzuweisungen, die höher ausfielen als im Vorjahr. Und natürlich auch einer sprudelnden Einkommens- und Gewerbesteuer. Letztere liege jenseits der 25 Millionen Euro-Marke. "Wir drücken im Haushalt 2018 unsere Schuldenlast auf 58 Millionen Euro", versprach der OB. Was einem Schuldenabbau von 16 Millionen seit Amtsantritt entspreche. "Der neue Haushalt sieht keine Neuverschuldung vor." Im Klartext bedeute das, dass Weiden wieder flüssig sei und 17 Millionen in Bildungseinrichtungen sowie knapp 18 Millionen in die Infrastruktur investieren könne.

Kein Einfluss auf Gebühren

"Ein Blödsinn ist das", wehrte sich Seggewiß gegen eine Unterstellung der Stadträte Stefan Rank und Gisela Helgath. Im Rechnungsprüfungsausschuss behaupteten sie, er richte sich bei den Gebührenerhöhungen nach dem Termin der nächsten Kommunalwahlen. "Ich habe überhaupt keinen Einfluss auf Gebühren", erklärte der Sprecher. "Die werden vom Rechnungsprüfungsamt und vom -ausschuss berechnet und dann vom Stadtrat beschlossen." Hier gehe es um nichts anderes als um Kostenkalkulationen. Und die seien stimmig.

Kurios sei die Situation der Realschulen. Der Neubau auf dem Sportgelände sei abgelehnt worden. Doch der Vorschlag der Grünen sei auch keine Lösung: "Neubau ja, aber wo?" Die Bürgerliste stehe für einen "Brutalneubau" nebst Schwimmhalle und Dreifachturnhalle. Die CSU plädiere für eine Generalsanierung. "Keiner weiß, wie es weitergeht. Wir werden ein viertes Gutachten in Auftrag geben. Und wenn es wieder nichts wird, dann kommt vielleicht doch die Sanierung", gab Seggewiß zu bedenken. Für ihn sei das die unwirtschaftlichste Lösung.

Treue Genossen beim Ortsverein Weiden-Ost

55 Jahre dabei ist Erich Völkl, 50 Jahre Reinhold Hampl, 45 Jahre Johann Sittl. Für 40 Jahre Treue wurden geehrt Alexander Bagada und Werner Schieder, für 20 Jahre Michael Baier und Martin Stich, für 15 Jahre Heidemarie Bünsch und Eva-Maria Herrmannsdörfer, für 10 Jahre Manfred Decker, Renate Fleischmann, Claudia Fuchs, Peter Helm, Carsten Jung, Roman Jurowetzki, Martin Lockl und Karin Müller. (uz)

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