Katze im Motorraum
Blinder Passagier verursacht aufwendige Rettungsaktion

Ob sich die Katze im Motorraum vor der Kälte schützen wollte? Darin wird sie sich vermutlich nicht so schnell noch einmal verstecken. (Symbolbild) (Foto: Daniel Reinhardt/dpa)

Einen ungewöhnlichen tierischen Einsatz meldet die Weidener Polizei: Eine 35-jährige Pleysteinerin fuhr am Dienstagvormittag nichtsahnend mit ihrem Auto und hatte dabei einen blinden Passagier an Bord. Darauf machte sie ein anderer Autofahrer aufmerksam. Doch so einfach lies sich die Sache nicht lösen.

 Die Frau hatte ihr Auto in der Straße "Am Parkplatz" geparkt und war dort gegen 11 Uhr losgefahren. Sie wähnte sich laut Polizei alleine im Fahrzeug, doch das war sie nicht. Ein 51-jähriger Weidener, der hinter der Pleysteinerin fuhr, bemerkte einen heraushängenden Schwanz und ein flauschiges Bein, das aus dem Auto hing. "Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchte er, die Dame auf den blinden Passagier aufmerksam zu machen", heißt es im Polizeibericht.

Kurz darauf habe auch die Fahrerin ein "komisches Fahrgeräusch" bemerkt und angehalten. Zusammen mit dem Weidener nahm sie das Auto unter die Lupe: Im Motorraum fanden sie eine Katze, die mit einer Pfote unter dem Keilriemen eingeklemmt war. Allerdings konnten die Autofahrer das Tier nicht aus seiner misslichen Lage befreien. 

Daher wurde das Auto abgeschleppt und in eine Werkstatt gebracht. Dort wurden nach Angaben der Polizei Keilriemen und Katze aufwendig "ausgebaut". Was böse hätte ausgehen können, hat ein gutes Ende: Die Katze werde den Ausflug "definitiv überleben", meldet die Polizei. Sie werde derzeit in einer Tierarztpraxis aufgepäppelt. In einen Motorraum verkriecht sie sich vermutlich nicht so schnell noch einmal.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.