Keller Steff und Bigband rocken den Salute-Club
Voll Stoff ohne Pause

Das gibt es nicht oft, dass das Publikum schon beim ersten Song einer Band ausflippt. Der Keller Steff aber schafft das. Mit einem wilden Boogie elektrisiert er sofort das Publikum im "Salute". Als ganz "wuida Hund" stellt sich dabei Gerhart Zimmermann am Kontrabass heraus.

Selten trifft man einen so authentisch-sympathischen Menschen und Künstler, der auch noch extrem konsequent nur in Mundart spricht und schreibt. Nun hat sich der "Bulldogfahrer" aus dem Chiemgau auch noch eine Big Band mitgebracht, auch wenn diese nur aus wenigen Topmusikern besteht. Zum einen aus dem Bläsersatz Philipp Treichl (Trompete), Peter Lechner (Alt-Saxophon) und Rick Blain (Bariton-Saxophon), zum anderen aus der "üblichen" Rhythmusgruppe mit Max Seelos (Schlagzeug), Gerhart Zimmermann (Kontrabass, Mini-Piano) und Franz Gries (Gitarre, E-Gitarre). Doch diese Zusammenstellung fetzt. Kaum angefangen, haben die Fans im dicht gedrängten Saal ein Lächeln im Gesicht. "Grüße von Matthias Matuschik soll ich ausrichten, der ist doch aus Weiden", plaudert Steff zwischen den Songs mit dem Publikum. Seine neue CD "5 vor 12e" hat es in sich. Seine Lieder sprechen wieder viele Weis- und Wahrheiten aus. "Der Titel is entstand'n, weil ma wieder mal viel zu spät dran waren mit'm Album", frotzelt Steff über sich selber. Mit dem Titel meint er nicht nur den Zustand der Welt und der Natur. Er meint auch, dass man sich etwas beeilen sollte, denn "5 vor 12e, da Leberkas wird koid" oder auch "Plastik liegt am Strand" und "die Kugel explodiert". Im Video sieht man dabei die brennende Erdkugel.

Ohne Pause geben die Musiker alles. "Hea eam zua", "Diaf untn" oder das Lied der "Wedahex" - es gibt tatsächlich viele im Publikum, die mitsingen. Gesellschaftskritik ohne "Zwidernheit" ist eine seiner Stärken. Im "Deifi"-Lied kriegen die Bösen, Miesen, Gemeinen, die, die nicht mehr wissen was sich gehört, ihr Fett weg. Das Publikum ist begeistert "Letzes Lied"? Niemals! Zuuuugabäää! Das hätten die Fans gar nicht rufen müssen. Es folgen freiwillig mehrere Zugaben. Durchgeschwitzt sind am Ende nicht nur die Tänzer vor, sondern auch die Musiker auf der Bühne.
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