20.04.2018 - 16:46 Uhr
Oberpfalz

Klinikum organisiert Diabetikertag am 28. April Lebenshilfe für Zuckerkranke

Diabetiker wissen, dass ihre Krankheit sie das ganze Leben begleitet. Deswegen ist es besonders wichtig, ihnen dabei Hilfestellung zu geben. Genau das ist das Ziel des Diabetikertages, der am Samstag, 28. April, stattfindet. "Diabetiker haben ein höheres Risiko für Herzerkrankungen und für Stoffwechselstörungen als der Durchschnitt der Bevölkerung", sagt Professor Dr. Frank Kullmann, Chefarzt der Medizinischen Klinik I am Klinikum.

Sie stehen hinter dem 21. Diabetikertag (von links) Professor Dr. Frank Kullmann, Dr. Susanne Friedrich-Kraus, Karl-Heinz Stupka und Dr. Georg Aderbauer. Bild: sbü
von Siegfried BühnerProfil

Um Zusammenhänge aufzuzeigen und Hilfen anzubieten lädt Kullmann zusammen mit den Diabetologen Dr. Susanne Friedrich-Kraus und Dr. Georg Aderbauer sowie dem Diabetikerbund Bayern zum 21. Diabetikertag ein. Die Veranstaltung findet in der Caféteria des Klinikums Weiden in der Gabelsbergerstraße von 9 bis 13 Uhr statt.

Im ersten Vortrag behandelt Prof. Kullmann den Zusammenhang zwischen Diabetes und Herzkrankheiten und stellt neue Medikamente vor, die Vorteile für beide Erkrankungen bringen. Das zweite Thema formuliert Aderbauer so: "Es gibt ein Leben vor und mit der Zuckerkrankheit". Diabetiker müssen sich darauf einstellen, dass sie lebenslang mit dieser Krankheit umgehen müssen. Kranke müssen immer wieder neu motiviert werden, ihre Krankheit anzunehmen und die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen selbst durchzuführen. Deswegen wurde das Thema "Motiviert bleiben: Hilfen für die tägliche Selbstbehandlung" in das Vortragsprogramm mit aufgenommen. Wie die lebenslange krankheitsbegleitende Motivation gelingt, erläutert der Diplompsychologe Dr. Berthold Maier von der Diabetes-Klinik Bad Mergentheim. Auch im dritten Thema geht es um ein Risiko, das Diabetiker stärker als der Durchschnitt der Allgemeinbevölkerung tragen. Es sind die Probleme im Fettstoffwechsel, die besonders häufig vorkommen. "Ein zu hohes Cholesterin tut nicht weh", sagt die Diabetologin Friedrich-Kraus. Der Vortrag von Dr. Franz Beckmann , Leitender Arzt am KfH-Nierenzentrum Weiden, trägt die Überschrift "Fettstoffwechselstörungen, ein Risiko nicht nur für Diabetiker" und zeigt die Zusammenhänge genau auf. Auch hier werden Medikamente mit mehrseitigen Wirkungen vorgestellt.

"Der Mensch muss immer als Ganzes gesehen werden", sagt Kullmann. Alle drei Vorträge werden auch auf die jeweils unterschiedlichen Risikoausprägungen bei den Typ 1- und Typ 2- Diabetikern eingehen. Ergänzt werden die Vorträge mit einer Ausstellung. Es sei die bisher größte aller bisherigen Diabetikertage, sagt Karl-Heinz Stupka vom Diabetikerbund Bayern. Unter anderem würden drei Aussteller das neue CGM-System vorstellen. Der Eintritt ist frei. Die Klinikums-Parkplätze sind an diesem Tag kostenlos zu benutzen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.