Kolumne: OTon
Straßen-Labyrinth

Symbolbild (Foto: dpa)

Meine tägliche Fahrt in die Arbeit gleicht momentan einer Odyssee  - überall legen mir Baustellen Steine in den Weg. Und die schaffen es, mir den Tag schon morgens zu vermiesen.

Mein persönliches Straßen-Labyrinth beginnt bereits vor der Haustür. Bagger buddeln seit Monaten die Straße auf, schütten die Löcher wieder zu und - Überraschung - reißen alles wieder auf. Anfangs war da noch Verständnis. Aber mittlerweile ärgere ich mich immer mehr über das Slalom-Fahren zwischen Sperrschildern und Löchern im Asphalt. Jeden Tag muss ich mich auf neue Absperrungen einstellen, wenn ich daheim losfahre -  abends dann das gleiche Spiel. Bis zur eigenen Haustür vorzudringen, ist da oft gar nicht so einfach. Von dem, was mein Auto wegen der Schlaglöcher mitmachen muss, ganz zu Schweigen.

OTon Wir sind junge Mitarbeiter der Oberpfalz-Medien. Im „OTon“ werden wir in losen Abständen über das berichten, was uns im Alltag begegnet – was wir gut finden, aber auch, was uns ärgert. Dabei geht es weniger um fundierte Fakten, wie wir sie tagtäglich für unsere Leser aufbereiten, sondern um unsere ganz persönlichen Geschichten, Erlebnisse und Meinungen. Wir wollen zeigen, dass nicht nur in Hamburg, Berlin oder München Dinge passieren, die uns junge Menschen bewegen.
Alle Teile dieser Kolumne sind zu finden unter onetz.de/oton.
Die nächste Baustelle auf meinem Weg in die Arbeit erwartet mich in Weiden. Sperrungen in der Stadtmitte. Ein Umweg muss also her. Das klappt eine Zeit lang ganz gut. Dann die nächste Hiobsbotschaft: Die B470 zwischen Schwarzenbach und Parkstein ist für zwei Wochen komplett dicht. Die offizielle Umleitung führt über Grafenwöhr und Parkstein-Hütten. Das bedeutet für mich: Ich würde doppelt so lange brauchen, um in die Arbeit zu kommen. Spaß macht das keinen mehr. Zum Glück kenne ich einen Schleichweg. Viele andere Autofahrer stehen aber ebenfalls vor versperrten Straßen, haben weniger Ortskenntnis und müssen die längere Fahrzeit deshalb in Kauf nehmen. Ärgerlich, wenn man es eilig hat.

Wenn ich mich so in der Umgebung umschaue, fällt eines außerdem besonders auf: Diese drei Baustellen sind in der letzten Zeit leider nicht die einzigen auf meinen Routen. Die Straße nach Kemnath war lange Zeit gesperrt, nach Eschenbach kam von Grafenwöhr aus eine Zeit lang ebenfalls niemand mehr, in Grafenwöhr war die Deyerling-Kreuzung dicht. Wieso die Straßen alle auf einmal aufgerissen werden müssen, versteht niemand. Die Baustellen auf das gesamte Jahr zu verteilen, war anscheinend keine Option für die Behörden. Und dabei gibt es mit Sicherheit genügend Autofahrer, die sich genau wie ich wünschen, endlich einen Ausweg aus dem Straßen-Labyrinth zu finden.
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