29.06.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kranke in guten Händen

Zu einer erfolgreichen Krankenhausbehandlung gehört auch das Vertrauen zu den behandelnden Ärzten. Das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum am Klinikum Weiden hat jetzt einen sichtbaren Vertrauensbeweis geliefert.

Ärztlicher Direktor Thomas Egginger (vordere Reihe, rechts) überreicht an den Koordinator des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums Prof. Thomas Bschleipfer die Zertifzierungsurkunde. Mit dabei Klinikvorstand Josef Götz (links) und Ärzten des Behandlungszentrums. Bild: sbü
von Siegfried BühnerProfil

(sbü) Menschen, die ins Krankenhaus müssen, wollen sicher sein, dass sie optimal versorgt werden. Geht es auch noch um Krankheiten über die man ungern spricht, sind die Erwartungen an die behandelnden Ärzte besonders hoch. Blasen-, Prostata- Beckenboden- oder Enddarmbeschwerden gehören sicher zu dieser Krankheitsgruppe. Ihre Behandlung stellt ganz besondere Herausforderungen.

Das interdisziplinäre Kontinenz- und Beckenbodenzentrum am Klinikum in Weiden hat jetzt den Beweis dafür geliefert, dass höchstmögliche Anforderungen an die Behandlungsqualität dort erfüllt werden. Das Behandlungszentrum hat sich einer Qualitätsprüfung durch die Deutsche Kontinenz-Gesellschaft erfolgreich unterworfen und die Urkunde als "zertifiziertes Kontinenz- und Beckenbodenzentrum" erhalten. Der ärztliche Direktor der Kliniken Nordoberpfalz, Dr. Thomas Egginger, überreichte diese Auszeichnung in einer Feierstunde an den Koordinator des Behandlungszentrums Professor Thomas Bschleipfer.

Egginger bedankte sich bei Prof. Bschleipfer und den vielen anderen an der Zertifizierung Beteiligten für die geleistete Arbeit. Klinikvorstand Josef Götz schloss sich dem Dank an und sprach von "einem wichtigen Baustein für die Leistungsfähigkeit des Klinikums und für die Versorgung der Patienten". Bschleipfer schilderte den Ablauf des Zertifizierungsprozesses. Mit rund 400 Operationen im Jahr liege das Beckenbodenzentrum weit über der geforderten Mindestzahl von 90.

Auch alle erforderlichen qualitativen Standards konnten von der seit zweieinhalb Jahren bestehenden Einrichtung voll erfüllt werden. Dazu zählt auch die technische Ausstattung einschließlich des im Behandlungszentrum vorhandenen modernsten Urodynamik-Untersuchungsgeräts. Im Organigramm ist zu erkennen, dass mehr als zehn Fachbereiche des Klinikums beteiligt sind. Sie reichen von der Urologie mit eigenen Beckenbodenspezialisten über Gynäkologie, Radiologie, Schmerztherapeuten bis hin zur Physiotherapie. Auch die niedergelassenen Ärzte seien eingebunden. Die Verbindung zu Selbsthilfegruppen werde geknüpft.

In der Zusammenarbeit der vielen Fachdisziplinen könne die für den Patienten beste Lösung erarbeitet werden. "Beckenbodenbeschwerden sind kompliziert und können viele Ursachen haben", stellt Bschleipfer fest. Deswegen sei die Beteiligung dieser vielen Fachdisziplinen erforderlich. Regelmäßige Ärzte-, Pfleger- und Patientenfortbildungen finden im Zentrum ebenso statt wie die "interdisziplinäre Beckenbodenkonferenz", bei der jeder Patient zum Thema gemacht wird. Auffälligkeiten würden in der "Morbiditäts- und Mortalitätskonferenz" besprochen.

Die Qualitätsmanagement-Leiterin des Klinikums, Kerstin Schwarz, sei ebenfalls beteiligt. Für die Zukunft wünschen sich die Ärzte des Beckenbodenzentrums noch die Beteiligung der Ernährungsberatung. Der "Neuro-Uro-Tag 2017" als Fortbildungstag für Patienten findet am 9. September zum Thema "Multiple Sklerose" statt.

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