Kunstbau präsentiert Werke von Künstler aus der arabischen Welt
Kunst aus dem Camp

Ein Werk von Mahdi Al-Rubajawi. Bild: exb

Der Kunstbau Weiden eröffnet am Samstag, 16. September, 18 Uhr eine Ausstellung "Künstler aus der arabischen Welt" im Kunstbau Weiden. "Mit der frühen Uhrzeit möchten wir den Teilnehmern des Heimattages, der am gleichen Datum in der Max-Reger-Halle stattfindet, die Möglichkeit geben, beide Veranstaltungen zu besuchen", erklärt Irene Fritz. Auch bei der Ausstellung im Kunstbau geht es um Heimat - um ihren Verlust und ihre Neufindung. Interessierte sind willkommen.

Die Erfahrung von Krieg und Flucht, aber auch Szenen aus der neuen Welt und die Sehnsucht nach Normalität in einer neuen Heimat tauchen in den Werken der beiden arabischstämmigen Künstler Mahdi Al-Rubajawi und Mohamad Firass Hussri auf. Al-Rubaiawi hatte in Bagdad Kunst studiert. Mit seinem Lieblingsmaterial Ton arbeitet er auch in der Unterkunft im Camp Pitman weiter. In seinem Heimatland hatte der Bildhauer aufgrund der zunehmenden Einflussnahme durch den IS immer mehr Probleme in seinem Beruf zu arbeiten und durch Krieg und Terror große persönliche Verluste.

Auch Mohamad Firass Hussri und seine Familie vertrieb der Bürgerkrieg aus Syrien. Zur Kunst kam er als Autodidakt. Beide Künstler arbeiten seit einiger Zeit auch an gemeinsamen Stücken und teilen eine Vorliebe für surreale Motive. Die Beschäftigung mit Kunst bietet jenseits beruflicher Optionen und dem Bedürfnis nach eigenem Ausdruck auch ein Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und in Kommunikation mit anderen zu treten.

Beide Künstler sind mittlerweile in den Oberpfälzer Kunstverein eingetreten und beteiligen sich dort an Aktionen und Ausstellungen. Der Kontakt zum Kunstbau kam über den Weidener Objektkünstler Udo Binder und seine Lebensgefährtin Tina Meyer zustande, die den Künstlern bei der Integration in die neue Alltagswelt zur Seite standen.
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