10.04.2017 - 20:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Ladies-Circle spendet Erlös aus Benefizkonzert Misshandelte Kinder nicht allein lassen

Für Tina und Ralf Kiener ist es eine schöne Überraschung. Ladies-Circle-Präsidentin Christina Hagmann überreicht ihnen den Spendenscheck aus dem Erlös des Benefizkonzerts, das der Service-Club organisiert hatte. Und darauf steht die stolze Summe von 3062,92 Euro. Mit einer solchen Unterstützung hatte das engagierte Ehepaar, das mit einigen Mitstreitern den Verein Karolina gegründet hat, nicht gerechnet. Da wird sofort ein Foto mit dem Handy geschossen und an die anderen Gründungsmitglieder verschickt.

Freudige Gesichter trotz des ernsten Themas: Ladies-Circle-Präsidentin Christina Hagmann (Vierte von rechts) übergibt den Erlös aus dem Benefizkonzert an Tina und Ralf Kiener (daneben) vom Verein Karolina. Bild: Reichl
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Dass das Geld bei dem Verein, der sich um misshandelte Kinder kümmert, in den besten Händen ist, steht für Christina Hagmann fest. Nicht zuletzt die mitreißende Rede von Tina Kiener beim Benefizkonzert im Haus der Gemeinde habe die Spendenbereitschaft der Besucher gefördert. Die Präsidentin des Service-Clubs dankt aber auch dem Teeniechor Schirmitz, der den Zuhörern einen schönen Abend beschert hatte. Mit einem Streifzug durch Pop, Rock und Gospels verzauberten die Sängerinnen und Sänger das Publikum. "Es ist vier Wochen her, aber der tolle Abend ist uns allen noch sehr präsent", sagt die Präsidentin. Bei fast allen Aktionen, die der Service-Club plant, stehe vorab ein Verein fest, der mit dem Erlös unterstützt werde.

Das Ehepaar Kiener, das selbst zwei Söhne hat, setzt vor allem auf Vernetzung. Mittlerweile bestehe auch Kontakt zu einem Düsseldorfer Professor, der bei misshandelten Kindern nicht nur die Therapien in den Vordergrund stelle, sondern auch die langfristige Begleitung und die genaue Diagnostik. Denn teilweise viele Jahre später würden Mädchen und Buben, die in ihrer Kindheit geschlagen oder misshandelt worden sind, Probleme bekommen. Dann würden sich die Auswirkungen und das Trauma zeigen. Und damit dürfe man die dann oft schon jungen Erwachsenen nicht alleine lassen. So setzt der Verein zum einen auf ganz pragmatische Unterstützung wie etwa Sachspenden, also Kleidung oder Spielzeug für die Unterbringung in Pflegefamilien. Zum anderen würden zusätzliche Therapiestunden oder ähnliches finanziert. Doch dabei wollen es die Vereinsmitglieder nicht belassen, sie planen bereits weitere Aktionen, um betroffenen Kindern zu helfen.

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