06.03.2018 - 18:56 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Ladies Circle spendet Erlös aus Verkauf von Adventskalendern an Palliativstation, Initiative ... Nachweihnachtliche Bescherung

Auch wenn Weihnachten schon wieder eine Weile her ist, Geschenke sind natürlich jederzeit willkommen. Jetzt erinnerte Ladies-Circle-Präsidentin Winnie Hauser noch einmal an die Vorweihnachtszeit, bevor sie zur Bescherung schritt. Die Mitglieder des Service-Clubs haben auch im Jahr 2017 wieder 2000 Adventskalender verkauft. Daher konnte der Erlös von 10 000 Euro jetzt gespendet werden.

Ladies-Circle-Präsidentin Winnie Hauser (Vierte von links) überreicht Spendenschecks an Ursula Barrois (von links) von der "Initiative", Waltraud Koller-Girke vom Förderverein für Schwerkranke und Herbert Putzer von der Kinderkrebshilfe. Der Erlös stammt aus dem Verkauf von Adventskalendern. Bild: Reichl
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Die Empfänger sind bei dem Frauenclub keine Unbekannten: Jeweils ein Drittel der Summe erhielten Waltraud Koller-Girke für den Förderverein für Schwerkranke, Ursula Barrois von der "Initiative" und Herbert Putzer von der Kinderkrebshilfe in der Region Oberpfalz-Nord.

"Auf Spenden angewiesen"

"Als ich in der Ankündigung für den Kalenderverkauf gelesen habe, dass wir wieder begünstigt werden, habe ich mich riesig gefreut", sagte Koller-Girke. Und auch Putzer betonte, dass Ladies-Circle zu den "treuen" Unterstützern gehöre. "Wir alle sind auf Spenden angewiesen", fasste es Barrois zusammen. Schließlich gebe es diverse Bereiche, für die kein Kostenträger aufkomme - also keine staatliche Stelle oder Kasse.

So etwa für die Ausbildung einer Ärztin auf der Palliativstation zur Aromatherapeutin. Doch diese Ergänzung zur Schulmedizin sei sehr wichtig, schilderte Stationsleiterin Beate Spickenreuther. Die Stunden der Musik- und Atemtherapeutin stockt der Förderverein auf, zumal die Therapeutin auch auf Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche spezialisiert ist. Ein weiterer Punkt stellte sich im Zuge des Umzugs nach Weiden Ende 2018/Anfang 2019 heraus: Die Mehrkosten für eine biodynamische Lichtsteuerung übernimmt der Förderverein.

Bei der "Initiative" sind die Helfer gerade für die Beratung auf zusätzliche Mittel angewiesen. "Doch dieser Einsatz lohnt sich wirklich", betonten Barrois und Walter Fentzke. Sie erzählten von einem älteren Herrn, der mit viel Unterstützung endlich wieder eine eigene Wohnung gefunden habe.

Weiter berichteten sie von "Notpaketen" mit Erstausstattung für die Obdachlosen. Darin befänden sich Müsli, Milch, Wurst, Brot, ein Handtuch und Waschzeug. Der Verein sucht immer wieder Menschen, die diese Pakete zusammenstellen. Besonderes Augenmerk legen die Mitstreiter von Barrois auch auf die Präventionsarbeit, damit es gar nicht so weit kommt. Denn mittlerweile würden ihre Klienten immer jünger.

Hilfe für aktuell 87 Familien

Mit ganz jungen Menschen beschäftigt sich die Kinderkrebshilfe um Vorsitzenden Herbert Putzer. Aktuell unterstützt der Verein 87 Familien mit schwerstkranken Kindern. Denn die Belastung für diese Familien sei immens, erläuterte Putzer. Oft nehme die Mutter unbezahlten Urlaub oder müsse die Arbeitsstelle aufgeben, um für das erkrankte Kind da zu sein. Und damit wüchsen auch noch die finanziellen Sorgen.

Die Vorstandsmitglieder helfen dann mit Rat und Tat: Persönliche Betreuung, Herstellung von Kontakten, aber auch konkrete finanzielle Unterstützung bei Fahrkosten oder alternativen Therapieformen übernimmt das Team um Putzer. Da in dieser Zeit auch die Geschwisterkinder oft zurückstecken müssten, unternimmt der Verein im Schnitt jedes zweite Jahr einen Ausflug. 2017 ging es für die Familien ins Legoland. Noch immer schwärmten die Teilnehmer davon.

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