Lersebrief zum Terroranschlag in Berlin
Kein Oberwasser für Fremdenhass

"Fahrzeug als Waffe" nicht nur islamistisch

Zum Terror-Anschlag in Berlin:

Natürlich stehen wir kurz vor Weihnachten alle schockiert vor dem Anschlag, der auf den Berliner Weihnachtsmarkt verübt wurde. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und Angehörigen der schrecklichen Tat.

Jetzt ist es jedoch wichtig, dass aufgrund der Tat weder die "Hassprediger" (Kommentar vom 21. Dezember), noch diejenigen, welche "Fremdenhass" (Karikatur Tomicek am gleichen Tag) vorantreiben, Oberwasser in der Berichterstattung erhalten. Nun werden jedoch im Bericht "Fahrzeug als Waffe" Beispiele dafür genannt, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) (...) mehrfach dazu auf(forderte), "Ungläubige" zu überfahren." (NT/AZ vom 21. Dezember). In den anschließenden Beispielen befindet sich jedoch auch der Anschlag am niederländischen Königinnentag und der Amoklauf in der Grazer Innenstadt, welche beide keinerlei islamistischen Hintergrund hatten. Dies wird jedoch durch die Einleitung suggeriert. Gerade in Zeiten der Verunsicherung der Bevölkerung ist es enorm wichtig, eindeutig und neutral zu berichten. Andrea Klug, 92507 Nabburg

Verantwortung für die Bundesbürger

Zum drohenden Kontrollverlust des Staates:

Christkindlmärkte, die von Spezialeinheiten der Polizei mit Maschinengewehren bewacht werden: Hätte jemand vor wenigen Jahren diese Prophezeiung gewagt, er wäre zu Recht für unzurechnungsfähig gehalten worden.

Was erwartet uns als nächstes? Bundeskanzlerin Angela Merkels Aussage "Die Flüchtlingskrise wird Deutschland verändern" scheint sich auf dramatische Weise zu bewahrheiten. Die Aussagen von Politikern, die selbst teilweise unter mehrfachem Personenschutz stehen, dass wir mit dem Risiko Terrorgefahr leben "müssen", wird den Angehörigen der Opfer von Berlin sicherlich keinen Trost spenden können.

Deutschland zählte einstmals zu den sicherheitspolitischen Hochburgen der Welt. Ich persönlich möchte mein Ableben nicht von durchgeknallten Islamisten abhängig machen.

Es ist ein Unterschied, ob ich mich bewusst einem Risiko aussetze, oder mich einem nicht kalkulierbaren Risiko ausgesetzt sehen muss. Immer neue Gewalttaten im Namen des Islams haben die gesamte Religion in eine Legitimationskrise gestürzt. Es zeigt sich einmal mehr, dass die grenzenlose Flüchtlingsaufnahme ein hohes Sicherheitsrisiko darstellt. Menschlichkeit ist ein wichtiges Gebot, doch sie findet ihre Grenzen in der Aufnahmefähigkeit eines Landes. Diese Grenze ist längst erreicht.

Aktuelle Umfragen belegen, dass eine weitaus überwiegende Mehrheit der Bevölkerung sich für schärfere Grenzkontrollen ausspricht, um auf diese Weise wenigstens einigermaßen Gewissheit erlangen zu können, wem wir unsere Gastfreundschaft gewähren. In den zurückliegenden Monaten sind viele Menschen mit falschen Identitäten nach Deutschland eingereist. Die Behörden sind überfordert und bis heute teilweise nicht in der Lage, deren Alter und Nationalität zu bestimmen.

Einen derartigen Kontrollverlust des Staates hat Deutschland seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht erlebt. Merkel trägt nicht die Schuld an Köln, Würzburg, Ansbach, Freiburg und Berlin. Aber ich würde ihr empfehlen, über ihre Verantwortung für die Bundesbürger nachzudenken, um anschließend die richtigen Konsequenzen zu ziehen.

Alfred Kastner, 92637 Weiden
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