Leserbrief
Befremdliche Überraschung

Vor wenigen Wochen radelten meine Frau und ich den Lüneburger-Heide-Radweg. Im Kerngebiet der Lüneburger Heide, zwischen Celle und Lüneburg, kam dabei eine befremdliche Überraschung. Statt der Artenvielfalt in der Tierwelt, die der große Schriftsteller Hermann Löns beschrieben hatte, gab es einfach nichts: keinen Hasen, kein Reh, keine Spuren von Wildschweinen, keine freilaufenden Schafe, keine Pferde oder Kühe auf den Weiden, nicht einmal freilaufende Katzen vor den Bauernhöfen. Statt dessen immer wieder gelbe Schilder an den Radwegen "Achtung Wölfe - Betreten des Waldes auf eigene Gefahr". Daneben Plakate der dort lebenden Bevölkerung, die zu Mahnfeuern gegen die Wölfe aufrief und als Tierhalter ihre Verzweiflung kundtat.

Wollen wir das wirklich auch in der Oberpfalz, dass unsere einheimische Tierwelt verschwindet und wir den Wald nur noch mit einem mulmigen Gefühl betreten können? Dann freuen wir uns auf das erste Wolfsrudel aus Grafenwöhr, das sich wohl exponentiell vermehren wird, da der Wolf bei uns außer dem Straßenverkehr keine natürlichen Feinde hat.

Hans Weiß, 92224 Amberg
4 Kommentare
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Tom Schulze-Helmke aus Nürnberg | 03.07.2017 | 13:35  
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Astrid Gerken-Soneßon aus Alfeld | 03.07.2017 | 15:05  
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Sandra Bohun aus Sulzbach-Rosenberg | 04.07.2017 | 11:31  
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Stefan Kreuzeck aus Weiden in der Oberpfalz | 05.07.2017 | 13:43  
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