Leserbrief
"Der Geist des Herrn weht, wo er will"

In einem Leserbrief wird angeführt, wie Apostel Petrus seinen Herrn und Meister verleugnet hat. Es sollte als Rechtfertigung für das Verhalten der zwei höchsten Kirchen-Präsentanten Deutschlands gelten. Der Schreiber liegt mit seiner Meinung nicht falsch, doch hat er meines Erachtens einen gravierenden Punkt nicht beachtet:

Der Apostel Petrus hatte noch nicht den Heiligen Geist empfangen, dessen Sendung wir an Pfingsten in beiden Kirchen feiern. Trotzdem ging er dann hinaus und weinte bitterlich.

Bei den Katholiken gibt es das Sakrament der Firmung, bei dem den erwachsen werdenden jungen Menschen dieser Geist persönlich übertragen werden soll. Sind wirklich alle davon gefirmt? Man kann also demnach fragen:

Sollen unsere beiden Oberpriester sich nun in Selbstzweifel quälen, da doch geschrieben steht "Der Geist des Herrn weht, wo er will". Sind beide, oder auch jeder Einzelne für sich, hinaus gegangen und haben bitterlich geweint? (Diskretion ist angesagt!)

Persönlich würde ich es Ihnen wünschen. Allerdings wäre dann auch eine entsprechende Reaktion in der Öffentlichkeit nötig. Mit Abtauchen und Kopf-Einziehen sollte man es dabei nicht bewenden lassen.

Petrus hat sich - nachdem er den Heiligen Geist empfangen hatte - für seinen einst verleugneten Herrn und Meister, selber kreuzigen lassen. In unserm Fall und auch in unserer Zeit, wäre das aber zu viel verlangt

Hans Kohl, 92637 Weiden
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