Leserbrief
Menschlichkeit als Pflicht

Egoismus, Desinteresse: Es gäbe so viele Begriffe, um das Verhalten unserer Mitmenschen zu beschreiben. Dass manche Institutionen die Bevölkerung oder Kunden für etwas beschränkt halten, das ärgert mich schon lange nicht mehr. Ein Betrieb wie die VAG möchte allen Ernstes glauben machen, nicht zu wissen, für welchen Mitarbeiter die Schicht beginnt oder diese aufhört.

Die Person hat sich ganz klar der unterlassenen Hilfeleistung schuldig gemacht, und gehört zur Verantwortung gezogen. In meinem Bekanntenkreis gibt es Menschen, die Schichtdienst bei der Bahn machen. Das ist ein sehr anstrengender, verantwortungsvoller Beruf. Aber nach Dienstschluss kann ich doch meine Menschlichkeit nicht einfach ausschalten und mich auf den Heimweg machen. Wenn das Schule macht, gerade bei Betrieben, die sich Dienst am Kunden auf ihre Fahnen geschrieben haben, dann wird mir eine andere Fahrtmöglichkeit einfallen.

Auch die VAG muss ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen und diesem Verhalten Rechnung tragen. Aber erst mal alles dementieren - oder wie hier, eine dümmliche Äußerung an die Presse abzusetzen, das macht unglaubwürdig.

Hannelore Quardokus. 92706 Luhe-Wildenau
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