24.03.2017 - 08:25 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Leserbrief Vermischung in unzulässiger Weise

von Redaktion OnetzProfil

Im Leserbrief, der sich mit der zum Missbrauchsskandal in der Katholischen Kirche erschienenen Autobiografie von Alexander Probst auseinandersetzt, werden die Bereiche Homosexualität und Pädophilie in unzulässiger Weise miteinander vermischt. Per definitionem handelt es sich bei Homosexualität um reifes, gleichgeschlechtliches sexuelles Verhalten oder erotisches Begehren, welches über alle Kulturen und Zeiten hinweg konstant bei bis zwei Prozent der erwachsenen Bevölkerung zu beobachten ist, und welches keinerlei psychische Störung darstellt.

Streng davon unterschieden werden muss die Pädophilie, welche als psychische Störung der Sexual-Präferenz angesehen wird, die sich sowohl gegen Kinder des eigenen oder anderen Geschlechts oder beide richten kann. Somit ist die Vermengung beider Bereiche nicht zulässig und das, was den Opfern des Missbrauchsskandals widerfahren ist, hat primär mit Schwulsein nichts zu tun. Ganz im Gegenteil wäre sicherlich manches Mädchen, welches von seinem heterosexuellen Vater oder Opa sexuell missbraucht worden ist, liebend gerne bei einem sich in Liebe zugetanem schwulen oder lesbischen Paar aufgewachsen, wenn es denn die Wahl gehabt hätte.

Ganz ähnlich verhält es sich mit der Genderismus-Debatte, die bisweilen hysterische, der tatsächlichen Relevanz der Problematik nicht mehr angemessene Züge annimmt und mehr über die innerpsychischen Verfasstheiten der Diskutanten, als die gesellschaftlichen Implikationen aussagt.

Dr. Thomas Bäumler, 92665 Neustadt

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