28.04.2016 - 02:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Leserbrief Windenergie: Gier der Investoren nach Rendite

"Nachtsitzung über Streitfragen":

von Redaktion OnetzProfil

30 000 Windkraftanlagen in Deutschland deckten 2015 1,6 Prozent unseres Energiebedarfs, also des Bedarfs von Strom bis zur Energie aus Verbrennung von Öl, Holz und Gas. Würden nur 5 Prozent unseres Energiebedarfs durch Windkraft gedeckt, müssten von Aachen bis Görlitz und von Berchtesgaden bis Glücksburg alle 8 Kilometer ein Wind-Industriegebiet von 10 Anlagen stehen. Damit hätten wir immerhin 5 statt 1,6 Prozent unseres Energiebedarfs gedeckt. Nach CDU-Fraktionsvorsitzendem Volker Kauder schreitet der Ausbau der Windenergie an Land in einem Tempo voran, das weder mit dem Fördersatz-abhängigen Ausbaukorridor noch mit dem Netzausbau in Einklang steht. Mit anderen Worten: Die Gier nach Renditen der Investoren treibt den Windkraftausbau über alle Vernunft - ohne eine Spur von Klimaschutzabsichten - voran.

Weiterhin ist das Speicher-Problem nicht gelöst, obwohl viele Jahrzehnte schon auf diesem Gebiet geforscht wurde. Die Sonnen-Stromerzeugung durch Solarthermie, die keine hässlichen Rotorenmasten in den Himmel stechen lässt und durch Hitze-Konservierung speicherbar ist, kommt ins Hintertreffen. Ein bedeutendes Glaswerk in Mitterteich kann für diese Technik große Pionierleistungen vorweisen. In den Ressourcenverbrauch bei der Herstellung der Windmonster mit mehr als 200 Meter Höhe und hinsichtlich der Belästigungen und Schädigungen der Fauna (Infraschall, Schattenschlag, Vogel- und Fledermaus-Schreddern u. a.) möchte ich mich hier gar nicht hineinsteigern. Dem Ausspruch des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel zum deutschen Vorgehen bei der Energiewende, "die andern in Europa müssen uns für Bekloppte halten", wäre nichts hinzuzufügen, wenn nun endlich die Lehren daraus gezogen werden würden.

Maximilian Schnurrer, 95671 Bärnau

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