Leserbrief zu Hebammen und Krankenkassenvorständen
Gesellschaft entzweit

Zu Hebammen und Krankenkassenvorständen:

Zwei Artikel in NT/AZ zeigen so richtig das Auseinanderdriften unserer Gesellschaft auf. Hebammen, die hervorragende Arbeit leisten, werden mit einem Hungerlohn abgespeist, während Krankenkassen-Vorstände sich eine satte Gehaltsaufbesserung genehmigen. Anstand und Moral scheinen für diese Herren ein Fremdwort zu sein. Nicht zu vergessen, die Bankenvorstände, die kurz vor Weihnachten den Gutmenschen spielen und großzügig die Beiträge von Mitgliedern und Sparern verteilen. Ehrlicher würde ich es finden, die ehrenwerten Herren würden die Hälfte ihres Dezember-Gehalts für wohltätige Zwecke spenden. Während heimische Handwerksbetriebe und Arbeitnehmer zur Kasse gebeten werden, zahlen multinationale Konzerne fast keine Steuern. Aber solange die Politik in Brüssel und Berlin dieses Gebaren unterstützt und sich von Lobbyistenverbänden beeinflussen lässt, wird sich nichts verändern.

Vermutlich werden sich Politiker nach den nächsten Wahlen verwundert die Augen reiben. Die Partei der Nichtwähler wird wahrscheinlich vorne liegen. Wütende und enttäuschte Bürger gibt es nicht nur in Amerika.

Erich Spickenreither, 92723 Tännesberg
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.