Leserbrief zur Energiewende
Kraft der Sonne viel mächtiger als jeder Klimaschutz-Plan

"Regionale Energiewende gegen den Klimawandel":

Meine Frau und ich schätzen die Berichte in NT/AZ. Als Energiewirtschaftler, der einen Teil seines Lebens mit dem technisch-ökonomischen Zusammenwirken von Kernkraftwerken und konventionellen Kraftwerken beruflich befasst war, verfolge ich die Energiepolitik. Speziell mit den Aussagen im "Angemerkt" bin ich nicht einverstanden. Sie schreiben: "In Frage gestellt wird er (der Klimawandel) von einer Handvoll zweitklassiger Forscher im Dienst der Industrie."

Sind Persönlichkeiten, die sich zum Beispiel im Energiedialog des Bundeswirtschaftsministeriums eindeutig kontra anthropogener Klimawandel erklärt haben wie Prof. Dr. Lüdecke (Klima), Prof. Dr. Kobe (theoretische Physik) und Prof. Dr. Endres (Elektrochemie), solche zweitklassigen Forscher und ordnen Sie den CSU-Europaabgeordneten Albert Deß auch diesen "Zweitklassigen" zu?

Einen Satz vorher schreiben Sie: "Mehr als 2500 wissenschaftliche Gutachter aus 130 Ländern bestätigten für den Weltklimarat der Vereinten Nationen den menschgemachten Klimawandel." Im Beitrag "Wer waren die Unterzeichner des gefälschten Weltklimaberichtes?" wird dazu auch alternativ berichtet. So gab es für Deutschland eine bereinigte Ausgabe. Auch las ich die Bemühung eines Mitautors um die Streichung seines Namens vom Gesamtdokument, weil er den Klima-Alarmismus nicht mitträgt. Unter "Computerprognosen ..." schreiben Sie, dass "das Klima den bekannten Gesetzen der Thermodynamik und Hydrodynamik" folgt. Nicht erwähnt haben Sie die wichtigen Sonnenaktivitäten z. B. mit den zum Klima wahrscheinlich korrelierenden Sonnenflecken. Haben Sie das weggelassen, weil die Sonne nicht auf das CO2 hört und viel mächtiger ist als jeder Klimaschutzplan?

Eingangs schreiben Sie von 20 Meter höherem Meeresspiegel bei etwas wärmerer Erde. Dazu ein Gedankenexperiment: Am 8. Dezember berichtete der NT unter dem Titel "Gefährliche Brocken", dass riesige Brocken als Überbleibsel eines einstigen Meeres im Erdmittelalter in Grafenwöhr den örtlichen Bauausschuss beschäftigen. Grafenwöhr liegt mindestens 300 Meter über dem Meeresspiegel.

Wenn man diese Höhe vorrangig im Zusammenhang mit der Erdtemperatur und diese mit dem CO2-Gehalt der Luft beurteilen würde, dürfte man auf dem Holzweg sein.

Die Erdplatten schwimmen gewissermaßen auf einem flüssigen Erdinneren, um es einfach auszudrücken. Die Plattentektonik hat aber nichts mit Klimawandel gemein. Genau das ist nach meiner Meinung ein Irrtum.

Dr. Peter Steinbock, 92676 Eschenbach
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