Leserbrief zur Kanzlerschaft von Angela Merkel
Zweifel an Leistungen

Zu Kanzlerin Angela Merkel:

Anscheinend bleibt es bei Angela Merkel. Alle personellen Alternativen hat sie entmachtet oder auflaufen lassen. Und die anderen Parteien haben derzeit eher unbekannte oder wankelmütige Kandidaten. Merkel wird allseits gelobt, hat sie doch einen unprätentiösen Sprachstil. Sie tritt bescheiden auf, nicht wie seinerzeit Kohl, sie poltert nicht wie Schröder.

Doch was hat Merkel politisch geleistet? Wer erinnert sich daran, dass Merkel beinahe die Beiträge zur Krankenversicherung für Kleinverdiener erhöht und für Gutverdiener verringert hätte? Sie hat die größte Steuererhöhung seit Jahrzehnten zu verantworten, andererseits lässt sie Cum-Ex-Geschäfte zu. Von der Klima-Kanzlerin getraut sich niemand mehr zu sprechen. Die Bildungs-Republik ist lange vergessen. Einmal will sie die Maut für Ausländer nicht zulassen, dann unterstützt sie eine Maut für alle. Merkel sieht zu, wie vom Renten-Eintrittsalter 70 geredet wird, statt eine richtige Rentenreform nach dem Vorbild unserer Nachbarländer anzustoßen. Kanzler Schmidt hat die RAF besiegt, Brandt Deutschlands Ansehen gemehrt, Kohl die deutsche Einheit geschaffen, Schröder hat den USA widerstanden. Und Merke?

Merkel hat kaum etwas vorzuweisen, das man ihr zurechnen könnte. Und so wollte sie letztes Jahr plötzlich in die Geschichte eingehen mit ihrer Flüchtlingspolitik. Aber sie hat Behörden lange allein gelassen, Europa gespalten, das politische Klima in Deutschland vergiftet und die AfD groß gemacht. Merkel hat jahrelang eine europäische Lösung verweigert; dann lässt sie eine Million Langzeitarbeitslose ins Land, was einige perspektivlos macht, frustriert und radikalisieren wird. Welche eine Bilanz!

Merkel wirkt sympathisch. Doch das alleine ist keine Politik für die breite Masse der Bevölkerung. In keinem Bereich hat sie eine Überzeugung oder einen Plan. Sie lässt sich von ihrer Intuition leiten, dann entscheidet sie das Gegenteil. Das ist keine Führung. Wenn Angela Merkel wiedergewählt werden sollte, wird eine Politik gegen die Interessen der Mehrheit fortgeführt. Merkel wird als der schlechteste Regierungschef Deutschlands nach dem Krieg in die Geschichte eingehen.

Robert Dimper, 92262 Birgland
2 Kommentare
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Gernot Schreyer aus Weiden in der Oberpfalz | 29.12.2016 | 11:57  
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Gernot Schreyer aus Weiden in der Oberpfalz | 07.01.2017 | 13:33  
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