02.05.2018 - 20:10 Uhr
Oberpfalz

Medizinisches Forum befasst sich mit Begleiterkrankungen Herzleiden kommt selten alein

Herzkranke haben oftmals noch ein zusätzliches Leiden. Therapien müssen deswegen immer den gesamten Patienten im Auge behalten. Das 33. Medizinische Forum in der Max-Reger-Halle befasste sich mit Herzkrankheiten und häufig vorkommenden Begleiterkrankungen. Veranstalter waren die Medizinische Klinik II am Klinikum Weiden mit den Ärztlichen Kreisverbänden Weiden, Neustadt/WN und Tirschenreuth. Professor Robert Schwinger begrüßte die Zuhörer.

Beim 33. Medizinischen Forum der Medizinischen Klinik II des Klinikums Weiden sprechen (von links) Professor Robert Schwinger, Oberärztin Dr. Elisabeth Reuschel-Janatschek und Oberarzt Johannes Heigl. Bild: sbü
von Siegfried BühnerProfil

In drei Vorträgen ging es hauptsächlich um geeignete medikamentöse Therapien und ihre Auswirkungen auf beide Erkrankungen. Über "Diabetesmedikamente für den Herzkranken" sprach Dr. Elisabeth Reuschel-Janetschek, Oberärztin am Klinikum Weiden. Generell empfahl sie eine "Fokussierung nicht nur auf Blutzucker-Einstellung". Andere Parameter wie Blutdruck und Cholesterin müssten auch im Auge behalten werden. Für jeden Patienten sei eine individuell entwickelte Therapie erforderlich. Basis sei der Arzneistoff Metformin als Diabetesmedikament. Bewährt hätten sich auch Substanzen wie Empagliflozin und Liraglutid.

Im zweiten Vortrag ging es um den nierenkranken Herzpatienten. Oberarzt Johannes Heigl vom Klinikum Weiden informierte, dass jeder dritte Patient mit Vorhofflimmern auch eine eingeschränkte Nierenfunktion aufweist. Alternative zum herkömmlichen Medikament Marcumar sei in solchen Fällen Apixaban, das bald auch in Europa zugelassen werde.

Im dritten Vortrag sprach Professor Schwinger über die Zusammenhänge zwischen Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern. Beide hätten ähnliche Risikofaktoren, darunter Alter, Bluthochdruck, Diabetes und extremes Übergewicht. Für den Therapeuten gebe es nur mehrere Alternativen nebeneinander. Rhythmuskontrolle durch Medikamente oder auch durch die sogenannte Ablation (kathedergestützte Eingriffe am Herzmuskelgewebe) sowie Frequenzkontrolle durch Beta-Blocker oder Ablation plus Schrittmacher.

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