23.02.2018 - 20:10 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) Orthopädie und Unfallchirurgie öffnet im März In den Startlöchern

Das neue Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Orthopädie und Unfallchirurgie nimmt Gestalt an. Die Abläufe sind geklärt, die Räume werden vorbereitet, und schon bald können erste Termine vereinbart werden.

Geschäftsführerin Bettina Wolf und der ärztliche Leiter des MVZ, Dr. Thomas Neubauer-Gartzke, freuen sich mit Ahmet Mestan und MUDr. Lukas Parik auf den Start der neuen Praxis. Bild: exb
von Externer BeitragProfil

"Ab März bieten wir unseren Patienten eine zentrale Anlaufstelle im Bereich Orthopädie und Unfallchirurgie", erklärt Bettina Wolf, Geschäftsführerin der MVZ Weiden GmbH. Untergebracht ist die Praxis in den Räumen des Klinikums Weiden.

Die ärztliche Leitung liegt bei Dr. Thomas Neubauer-Gartzke, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Er wird unterstützt durch MuDr. Lukas Parik und Ahmet Mestan - drei Experten auf dem Gebiet der Hand-, Fuß- und Wirbelsäulenchirurgie und darüber hinaus versierte Operateure auf dem Gebiet der Endoprothetik. "Für die Patienten werden die Wege zu Untersuchung und Behandlung kürzer", beschreibt Dr. Neubauer-Gartzke die neue Situation. "Und für die niedergelassenen Kollegen werden die Kommunikationswege noch direkter." Patienten können im MVZ unabhängig von ihrer Krankenversicherung betreut werden. "Mit der Übernahme des kassenärztlichen Sitzes von Dr. Runt stellen wir die hervorragende ambulante Versorgung in der Region sicher", betont Bettina Wolf.

Startschuss für das MVZ

Am Dienstag, 6. März, beginnt der Betrieb. Termine können bereits ab Donnerstag, 1. März, unter der Telefonnummer 0961/303-3670 vereinbart werden. Beim Orthopädietag der Kliniken Nordoberpfalz AG am Samstag, 10. März, in der Max-Reger-Halle wird sich das Team des MVZ Orthopädie und Unfallchirurgie zudem den Besuchern vorstellen und steht für persönliche Gespräche zur Verfügung. (exb)

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Christa Kaiser

Zum seit März 2018 neuen Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Orthopädie und Unfallchirurgie möchte ich hier meinen Erfahrungsbericht abgeben.
Am 20.06.18 hatte ich gegen 18:30 Uhr einen häuslichen Unfall erlitten. Dieser wurde in der Notaufnahme des Weidener Klinikums geröntgt und mit einem VacoPed erstversorgt. Auf meine Frage, ob eventuell auch eine Bänderverletzung vorliegt, erhielt ich die Antwort, dass ich hier auf eine starke Schwellung der Knöchel warten sollte. Am nächsten Tag Besuch bei meinen Hausarzt wegen der notwendigen Krankmeldung für den Arbeitgeber. Von ihm erhielt ich sofort eine Überweisung zum MRT um den Zustand der Bänder sichtbar darzustellen. MRT fand dann am Freitag, 29.06.18 statt. Ergebnis: Der Schaden ist größer als ursprünglich im Klinikum diagnostiziert. Ein Chirurg sollte beurteilen, ob eine OP notwendig wäre. Montag, 02.07.18, Besuch ohne Termin bei Unfallchirurg/Orthopäde Dr. J. Weiß. Dort wurde mein Fall innerhalb einer Stunde in Augenschein genommen. Ich verließ die Praxis mit einer "Verordnung von Krankenhausbehandlung" mit Untersuchungsergebnis: "Zur OP". Dies ist eine Einweisung ins Krankenhaus. Wieder zuhause, wollte ich mich telefonisch bereits für den nächsten Tag vorab im Klinikum anmelden. Dieses Telefonat beanspruchte über 15 Minuten Zeit (und Nerven). Ich wurde ständig zwischen Unfallchirurgie und MVZ hin und her verbunden, weil angeblich immer die jeweils "Andere" Abteilung zuständig wäre. Einer Dame, bei der ich mittlerweile zum dritten Mal gelandet war, wurde es schließlich auch zu dumm. Sie klärte die Zuständigkeit intern für mich und bestellte mich am nächsten Tag ein. Dienstag, 03.07.18: 8:00 Uhr Klinikum Weiden. Ich wurde im MVZ angemeldet und von Dr. L. Parik untersucht. Es lagen sämtliche Unterlagen vor (Röntgenbilder der Klinik, MRT, Einweisung von Dr. Weiß). Dr. Parik wollte nochmals neue Röntgenbilder. Erneut Röntgen im Klinikum. Danach wieder Besprechung mit Dr. Parik. Auch jetzt war er sich nicht sicher, ob eine OP notwendig wäre. Schlußendlich verließ ich das MVZ gegen 11:30 Uhr mit einer Überweisung zum CT nach extern (CT extern wäre schneller ein Termin zu erhalten als in der Klinik selbst!). Am nächsten Tag habe ich meine Krankenkasse informiert. Auch dort erhielt ich die Aussage: Einweisung ins Krankenhaus von einem Unfallchirurgen ist für die OP notwendig. Genau das Dokument, welches mir Dr. Weiß ausgestellt hat. Seit meinem Unfall habe ich starke Schmerzen. Die Chirurgiepraxis S. Meyer hat sich nun für mich eingesetzt und schnellstmöglich die nötige OP in Regensburg organisiert. Den OP-Termin habe ich nun in der Uni-Klinik Regensburg am 10.07.18. Da mein Unfall bereits drei Wochen zurück liegt, kann nicht mehr "optimal" korrigiert werden. Dies laste ich voll und ganz dem Klinikum Weiden/MVZ (Dr. Palik) an.
Nur um die "Daseinsberechtigung" für das MVZ aufrecht zu erhalten darf man nicht Patienten mit eindeutiger Diagnose hindurch schleusen. 1. Es wird das Geld der Krankenkassen unnötig "verbrannt". 2. Der Patient hat Schmerzen und braucht Hilfe. So ein Gebahren ist Körperverletzung!

09.07.2018