04.03.2018 - 15:14 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Meisterbriefübergabe an Oberpfälzer Landwirte Meisterhafte Landwirte

"Meister sein" - das bedeute einen soliden Grundstock an Wissen. Doch ausruhen wollen sie sich nicht auf ihrem Wissen, sagt Jahrgangsbeste Lena Irrgang. Zusammen mit 25 anderen jungen Oberpfälzer Landwirten erhält sie ihr Meisterzertifikat.

Neue Meister aus der ganzen Oberpfalz feiern zusammen in der Max-Reger-Halle ihren Erfolg. Bilder: gsb (2)
von Maria Oberleitner Kontakt Profil

"Ihren Meisterbrief sollten die Absolventen nicht im Ofenbankerl verstecken, sondern einrahmen und im Büro an die Wand hängen", forderte Gerhard Gradl, Landwirtschaftsdirektor des Fortbildungszentrums Almesbach die jungen Meister auf. Zur Meisterfeier in der Max-Reger-Halle hatten sich die neuen Oberpfälzer Meister-Landwirte versammelt, um zusammen mit den Hauswirtschaftsmeisterinnen, die ihren Meisterbrief bereits in Ansbach erhielten, zu zelebrieren.

Sieben Jahre lang schufteten die Landwirte hart für dieses Zertifikat. Die drei Absolventen Lena Irrgang, Johannes Simeth und Andreas Heigl blickten auf die Aus- und Fortbildung zurück. "Ich hoffe vor allem, dass uns die tolle Gemeinschaft erhalten bleibt", wünschte sich Simeth.

"Der schönste Beruf"

"Ich kann mit Überzeugung sagen, dass das der schönste, vielseitigste und wohl wichtigste Beruf in der Gesellschaft ist", ergänzte Lena Irrgang. Sie ist mit einer Abschlussnote von 1,65 Jahrgangsbeste Meisterin. Sie und die anderen Absolventen würden sich auf die zukünftigen Herausforderungen freuen, denn als Meister seien sie nun in der Lage, Probleme selbst lösen zu können - auch bei stets steigenden Anforderungen. "Wir ernähren die Welt - und das auf einem obersten Niveau."

Landtagsabgeordnete Annette Karl lobte die Leistung der Meister-Landwirte: "Ihr habt eine hervorragende Ausbildung genossen und seid nun in der Lage, Verantwortung zu übernehmen." Sie ermahnte, die kurzfristigen Ziele des Wettbewerbs in Einklang zu bringen mit dem langfristigen Ziel, die Welt lebenswert zu halten. Stolz zeigte sich auch Reiner Luber vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. "Ihr seid die kommende Generation. Euer frisches und neuerworbenes Wissen ist sehr wertvoll." Ebenso wie Josef Wutz (BBV Oberpfalz) ermutigte er die Meister zu weiteren Fort- und Ausbildungen.

Hürden meistern

"Landwirt ist ein sehr facettenreicher Beruf mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten", sagte Wutz. "Und er bietet Zukunft: 500 Millionen EU-Bürger wollen mit qualitativ hochwertigen und sicheren Lebensmitteln versorgt werden." Anzupacken sei auch die gesellschaftliche Diskussion. "Versucht, Sachlichkeit in den Dialog mit der Öffentlichkeit zu bringen", riet er den jungen Landwirten. Den Verbraucher müsse man als Verbündeten gewinnen.

Souveränitätstrainer Theo Bergauer gab den Absolventen schließlich Tipps, wie sie ihre eigenen Hürden meistern können und motivierte sie: "Wenn man nicht über Hürden springen kann, muss man eben unten durch krabbeln. Vielleicht kann man eine dieser Hürden aber sogar als Sprungbrett nutzen."

Neue Meister

Landwirtschaftsmeister sind Michael Höcherl, Andreas Nick, Martina Rettinger und Monika Wismann. Hauswirtschaftsmeisterinnen sind Katja Meier und Roswitha Reil. (olr)

Wir ernähren die Welt. Und das mit oberstem Niveau.Lena Irrgang, jahrgangsbeste Meisterschülerin
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