23.03.2018 - 18:00 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Mitarbeiter für Neubau benötigt Medbo sucht Personal

"Der Bezirk und die Gesundheitsbetriebe der Oberpfalz gehen einen bemerkenswerten Weg. Wir bringen die Medizin zu den Menschen", sagte Bezirkstagspräsident Franz Löffler beim Besuch der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP). "Weiden kommt eine besondere Bedeutung zu, wurde hier doch vor 20 Jahren die 1. dezentrale Institutsambulanz eröffnet. Heute gibt es oberpfalzweit sechs Standorte."

Die Versorgung psychisch kranker Jugendlicher in der nördlichen Oberpfalz liegt Dr. Helmut Hausner (Vorstand der Medbo), Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher, Bezirkstagspräsident Franz Löffler und Bezirksrat Toni Dutz (von links) am Herzen. Bild: gsb
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Löffler freute sich, im Beisein zahlreicher Mitglieder der CSU-Bezirkstagsfraktion und Bezirkstagskandidaten, nochmal auf den bevorstehenden Neubau einer stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie der Medbo auf dem Gelände hinter dem früheren Augustinerseminar hinzuweisen. Baubeginn soll 2019 sein. Rund 18,5 Millionen Euro würden investiert. Hier werde Platz geschaffen für 32 Betten (vom Säugling bis 18 Jahre). 8 Plätze davon sind für suchtkranke Jugendliche reserviert. Auch die Institutsambulanz und die Schule werden dort untergebracht. Erweitert wird die teilstationäre Tagesklinik um 6 Plätze auf 18. Damit sei auch Platz für Klein- und Vorschulkinder.

In den jetzigen Räumen der Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Sebastianstraße entsteht eine Tagesklinik mit 15 Plätzen für Erwachsene. Auch die Räume im nebenstehenden "roten Haus" würden nach der Sanierung einer neuen Nutzung zugeführt.

Löffler hob besonders die Nähe zur Kinderklinik hervor. "Wir können hier ein Netzwerk an Spezialisten zur Versorgung psychisch kranker Kinder aufbauen." Den KJP-Patienten zugute komme auch der zusätzliche 3. Lehrstuhl für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Uniklinikum Regensburg, der gerade besetzt werde.

Die KJP sei auch ein Wirtschaftsfaktor. Aktuell gibt es in Weiden 40 Mitarbeiter. Notwendig sein werden nach der Erweiterung bis zu 150, so Dr. Christian Rexroth, Leiter der Tagesklinik und KJP-Sprecher in Bayern. Hier qualifizierte medizinische Mitarbeiter zu finden, sei eine Herausforderung. Rexroth freut sich auf einen "zweiten bettenführenden Standort", der der ganzen Region zugute komme. Künftig sei die stationäre Versorgung Suchtkranker möglich.

"Die zweite Klinik ist für ein Weiden ein Riesenschritt", sagte Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher. Er lobte unter anderem die wertvolle Arbeit des Personals der KJP. Die Vernetzung mit dem Klinikum sprach Medbo-Vorstand Dr. Helmut Hausner an. "Wir sind gerade dabei, die Patientenpfade zu verzahnen. Wenn psychisch kranke Patienten in der Notaufnahme landen, muss klar sein, wer sich um sie kümmert." Auch nachts soll künftig ein Jugendpsychiater anwesend sein, so Hausner.

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