01.02.2018 - 20:00 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Nach Krisengespräch: Weniger Verspätungen auf Zuglinie Hof-München Alex-Züge sind nun pünktlicher

Der Alex kommt nun pünktlicher an. Die Fahrgäste der Alex-Züge der Linie Hof-München haben nach einem Krisengespräch der betreibenden Länderbahn mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) nicht mehr so oft mit erheblichen Verspätungen zu kämpfen wie zuvor. Das kommt auch vielen Pendlern in der Region zugute, die in Weiden oder Schwandorf einsteigen.

Ein Alex-Zug. Archivbild: Hartl
von Julian Trager Kontakt Profil

Nach dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 kam es auf den Streckennetzen des Alex-Nord (von München nach Hof und Prag) und der Oberpfalzbahn (Raum Schwandorf/Cham) zu vielen Verspätungen. Wie die BEG mitteilte, hatten sich die Beschwerden massiv angehäuft. Der Hauptgrund für die krasse Unpünktlichkeit: Der Alex musste oft lange in Schwandorf warten, bis der zweite Zugteil aus Prag angekoppelt war. Zehn Tage nach dem Fahrplanwechsel bestellte die BEG, die den Regionalverkehr in Bayern plant, kontrolliert und finanziert, die Länderbahn zu einer Gesprächsrunde ein. Die BEG kritisierte, dass zwischen Regensburg, Schwandorf und Pilsen eine Diesellok zu wenig eingesetzt wurde. Die sei aber "dringend erforderlich für das Wenden in Pilsen", wie die BEG mitteilte.

Mit dieser zusätzlichen Zuggarnitur sei es nun möglich, den tschechischen Zugteil in Schwandorf pünktlicher an den Alex anzukoppeln. Bei dem Krisengespräch sei ein Maßnahmenkatalog entwickelt worden, mit dem eine "adäquate Pünktlichkeit wieder hergestellt werden kann". Wie der Plan umgesetzt werden soll, wird laut BEG in regelmäßigen Gesprächsrunden behandelt. Seitdem habe sich die Lage verbessert, die Züge seien pünktlicher.

Das wirkt sich auch auf die Haltestellen Weiden und Schwandorf aus. Wie Pünktlichkeitsstatistiken der BEG zeigen, sind die Alex-Züge mit dem neuen Krisenkonzept auch dort pünktlicher. Es gebe aber weiterhin Verspätungen. Das liege an Stürmen, Unfällen oder Bahnübergangstörungen. Und an Fahrzeugstörungen. Denn dann steht die zusätzliche Zuggarnitur in Pilsen nicht mehr zur Verfügung - und der Alex muss in Schwandorf wieder warten.

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