Nach Raubüberfall auf 43-Jährigen
Polizei fasst mutmaßliche Schläger

Symbolbild: dpa

Teilerfolg für die Kripo Weiden: Sie nimmt am Freitagvormittag sechs Jugendliche im Zusammenhang mit dem Raubüberfall vom 4. Dezember fest. Fünf davon machen Angaben zur Tat. Alle sechs befinden sich seit Freitagnachmittag wieder auf freiem Fuß.

(ps) Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um einen Jugendlichen im Alter von 16 Jahren und fünf Heranwachsende im Alter von 18 bis 21 Jahren. Zwei Mädchen und vier Jungen. Sie wohnen laut Präsidiums-Pressesprecher Stefan Hartl in Weiden beziehungsweise im Landkreis Neustadt.

Das Opfer - ein 43-Jähriger aus dem Landkreis Neustadt - hatte dem "Neuen Tag" geschildert, er sei nach einem Discobesuch am 4. Dezember gegen 2 Uhr von zwei Mädchen und drei Jungen überfallen worden. Die Bande habe ihn brutal getreten und um eine vierstellige Summe beraubt. Er habe im Internet recherchiert und der Kripo zwei Jugendliche genannt, die er für Täter hält (wir berichteten).

Angaben differieren

Die Kriminalpolizei hat nun sogar sechs Tatverdächtige ermittelt und festgenommen. Fünf davon machten am Freitag Angaben zu dem Vorfall. Hartl: "Sie schilderten die Tat aber anders als der Geschädigte bei der Polizei." Der Pressesprecher betont außerdem: "Zum jetzigen Zeitpunkt kann die Kripo keinen Zusammenhang mit den beiden anderen Taten herstellen."

Zur Erinnerung: Am 3. und am 10. Dezember waren zwei weitere Männer (38 und 44 Jahre) in der Garderobe beziehungsweise in der Nähe einer Disco am Josef-Witt-Platz jeweils von mehreren Angreifern schwer verletzt worden. Während der 43-Jährige am 4. Dezember mit einer Nasenprellung, einem Riss an der Lippe und starken Kopfschmerzen relativ glimpflich davonkam, hatten die beiden anderen Opfer schwere Verletzungen erlitten. Ein 38-jähriger Unternehmer aus dem östlichen Teil des Landkreises wurde mit einem Kieferbruch, einem Jochbeinbruch und einer Augenverletzung zur Notoperation in die Uni-Klinik Regensburg transportiert. Der 44-Jährige Weidener war nach Angaben der Kripo tagelang nicht vernehmungsfähig.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden die sechs Tatverdächtigen am frühen Freitagnachmittag wieder freigelassen. Da ihre Angaben von denen des Opfers abweichen, müssen sie jetzt verifiziert werden. Nähere Angaben zu den Abweichungen wollte der Sprecher des Präsidiums nicht machen, um weitere Ermittlungen nicht zu gefährden.
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