04.01.2018 - 14:22 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Nach Verpuffung in der Silvesternacht Riesendank an 36-jährigen Lebensretter

"Wenn Markus nicht gewesen wäre, wäre mein Sohn jetzt tot oder seine Verbrennungen wären noch viel schlimmer." Einen riesigen Dank an Markus Schmitt (36) möchte die Weidenerin (53) deshalb aussprechen, deren Fondue-Essen in der Silvesternacht tragisch endete.

Zwei der Verletzten kommen wegen schwerer Verbrennungen noch am Silvesterabend per Hubschrauber in Kliniken nach Nürnberg und München. Bild: Gustl Beer
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Von den sechs Beteiligten schwebten zwei - ihre Schwester (50) und ihr Sohn (22) - nach der explosionsartigen Verpuffung zeitweise in Lebensgefahr. Nach der Schwester sei nun auch ihr Sohn außer Lebensgefahr.

Seine Rettung hat er nach den Worten seiner Mutter und seiner Schwester (22) dem 36-Jährigen zu verdanken, der bei der 53-Jährigen zu Gast war. "Markus hat meinen Sohn gepackt, ins Bad geschleppt, das T-Shirt ausgezogen und unter die Dusche gestellt", berichtet die Mutter. Dabei habe der 36-Jährige selbst kurz am Hinterkopf gebrannt, erzählt die Schwester. "Er konnte die Flamme aber schnell abstreifen."
 
Die Spiritusflasche sei etwa einen Meter entfernt gestanden, als sie die Brennpaste, die ihrer Ansicht nach aus war, über der Spüle neu entzünden wollte, so die Gastgeberin. Die Flammen hätten sich schnell ausgebreitet, die Spiritusflasche erfasst, und die sei dann durch den Raum geflogen. "Traf erst meine Schwester, dann meinen Sohn." Sie selbst sei absichtlich durch den Glaseinsatz der Küchentür gesprungen. "Damit die Leute raus können. Die Tür ging nämlich nicht auf, vermutlich wegen dem Vakuum durch die Stichflamme."

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