20.08.2017 - 22:50 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Nach Volksfest: Durchwachsenes Fazit der Schausteller Fest-Bilanz mit Licht und Schatten

Vorbei. Das Volks- und Schützenfest 2017 endet. Das wirtschaftlich erfolgreichste seiner Art war es sicher nicht. Trotzdem wollen die Schausteller nicht alles schlechtreden.

Für die Fahrgäste geht's immer hoch hinaus. Die Schausteller am Volksfest erleben dagegen keinen Aufschwung. Insbesondere das Gewitter am Freitag verhagelt ihnen die Bilanz. Bilder: Kunz (2)
von Autor UZProfil

Die Klage ist fast überall zu hören: "Das Wetter, das Wetter." Aber es soll ja nicht alles schlecht sein bei der Festbilanz. Und so bringt eine Umfrage unter den Schaustellern am Sonntag auch eine Lehrstunde in Diplomatie. "Das Geschäft hat einigermaßen gepasst. Wir können zufrieden sein", berichtet etwa Platzmeister Hans Blum. "Es fällt nicht extrem aus der Regel." Blum spricht von einer entspannten Woche, die sich auch mit anderen Volksfesten der Vergangenheit durchaus vergleichen lasse. "Die Umsätze fallen nicht allzu sehr aus der Rolle. Bei mir zumindest", sagt der Kinderkarussell-Betreiber. Schade sei, dass das Feuerwerk verregnet wurde.

"Um 18.30 Uhr, als die Leute gerade auf den Platz gekommen sind, ging's mit dem gewaltigen Gewitter los. Das hat dann bis 21 Uhr angehalten." Die Besucher hätten allesamt Unterschlupf im Festzelt gesucht oder seien heimgegangen. Die Stunde zwischen Gewitter-Ende und Feuerwerk habe für das Geschäft auch nicht mehr viel herausgerissen. "Trotzdem sind wir dankbar dafür."

Blum: "Das Feuerwerk war aus, und das Gewitter kam zurück." Die Umsatzlage am Freitag: "Eine Katastrophe. Einer unserer besten Tage ist zu einem unseren schlechtesten geworden." Und, so der Platzmeister weiter: "Mir tut's leid um meine Kollegen, die extra von auswärts kommen und noch höhere Unkosten haben, als die Einheimischen."

Aber insgesamt gesehen und über die Woche verteilt könne jeder zufrieden sein. "Einmal mehr zu Buche geschlagen hat der Familientag." Dafür sei der Besuch an Mariä Himmelfahrt verhalten gewesen. Schausteller-Chef Gerhard Donhauser fasst die Woche kurz und knapp zusammen: "Das Wetter hat nicht mitgespielt, und dementsprechend war's."

Alexander Störtzer vom "Star Dancer" betont eine insgesamt durchwachsene Woche. "Pech gehabt. Das Wetter kann man halt nicht beeinflussen." Auch Festwirt Josef Ebnet spricht von einem zögerlichen Anfang. "Aber dann hat es sich gesteigert. Bis aufs Unwetter am Freitag war es gut", hält er fest. "Wir sind wieder zufrieden."

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