21.06.2017 - 00:50 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Neue Therapieformen durch hochmoderne Angiographieanlage am Klinikum Weiden Höchste Standards auf universitärem Niveau

Durch die Gründung des Neuroradiologischen Zentrums Nordostbayern der Kliniken Weiden und Amberg war bereits vor zwei Jahren die Basis für eine optimierte und heimatnahe Versorgung von Patienten mit akuten Gefäßerkrankungen gelegt. Nun geht das Klinikum Weiden diesen Weg konsequent weiter und hat durch die Installation einer hochmodernen „biplanen Angiographieanlage“ die Behandlungsmöglichkeiten im Bereich der Gefäßmedizin nochmal deutlich verbessert und erweitert. „Mit dem neuen Gerät ergeben sich für meine Mitarbeiter und mich ganz neue Möglichkeiten auf höchstem diagnostischen und therapeutischen Niveau“, erklärt Professor Dr. Christian Paetzel, Chefarzt des Instituts für Radiologische Diagnostik, Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie. Insbesondere die Behandlung aller Arten von Gefäßerkrankungen ist durch das neue Gerät mit höchster Präzision und Zuverlässigkeit durchführbar.

von Gesund & VitalProfil

Die neue biplane Angiographie arbeitet im Vergleich zu den herkömmlichen Anlagen mit gleich zwei hochauflösenden Bildröhren, die es ermöglichen, Gefäße gleichzeitig in mehreren Ebenen und mit meist deutlich weniger Strahlenbelastung für den Patienten darzustellen. Zugleich kann die notwendige Menge Kontrastmittel reduziert werden und die Orientierung während des Eingriffes wird für den Arzt deutlich einfacher. „Dies alles trägt zu einer Verkürzung der jeweiligen Eingriffszeiten bei, was den Patientenkomfort und insbesondere auch deren Sicherheit deutlich erhöht“, so PD Dr. Thomas Finkenzeller, Leiter des Neurozentrums Nordostbayern.

Auch für die Gefäßbehandlungen an den Becken- und Beingefäßen oder im Brust/Bauchbereich eröffnet die biplane Angiographieanlage völlig neue Möglichkeiten. Laut dem angiographischen Oberarzt Dr. Peter Havranek vom Klinikum Weiden, besteht nun die Möglichkeit, Bilder, die vorher mit anderen radiologischen Verfahren wie beispielsweise MRT (Kernspin) oder CT (Computertomographie) angefertigt wurden, mit den Bildern der Angiographieanlage zu verschmelzen (fusionieren). Dadurch kann die Therapie mit dem Katheter für die Patienten optimal geplant und durchgeführt sowie der Behandlungserfolg beispielsweise bei Turmorerkrankungen gesichert werden. Durch die Möglichkeit, Gefäße nun auch dreidimensional darzustellen, sind neue Therapieformen wie zum Beispiel die Behandlung von Gefäßaussackungen (Aneurysmen) oder Blutungen mit großer Sicherheit durchführbar.

Der leitende Neuroradiologe am Klinikum Weiden Dr. Hans Friedlein zeigt sich begeistert von der Bildqualität des neuen Gerätes, die es erlaubt, mit großer Genauigkeit auch sehr kleine und vorher „unsichtbare“ Gefäße darzustellen und somit auch Sicherheit für den Patienten zu erhöhen. Dies und insbesondere auch die Zeitersparnis durch Möglichkeit mit zwei Röntgenröhren gleichzeitig zu „schauen“, spielt vor allem bei sehr zeitkritischen Therapien wie der akuten Schlaganfallsbehandlung mit dem Katheter (Thrombektomie) eine entscheidende Rolle. Schnellstmögliche Hilfe ist hierbei oberste Priorität. „Je eher und schneller ein Schlaganfall versorgt wird, desto geringer sind in der Regel die Folgeschäden und damit die Beeinträchtigung des Patienten im Alltag“, so Dr. Hans Friedlein.

„Das neue Gerät ermöglicht uns die Behandlung von Gefäßverschlüssen, Gefäßengstellen und Blutungen, sowohl bei Schädigungen des Gehirns, der peripheren Gefäße, als auch der inneren Organe nach höchsten aktuellen Standards auf universitärem Niveau“, freut sich Professor Dr. Christian Paetzel.

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