Neuer Verein versucht misshandelten Kindern zu helfen
Karolina hilft Kinderseelen heilen

Rebecca Fröhlich (Zweite von rechts) hatte den Anstoß zur Gründung des Vereins gegeben. Bild: Kunz

In Deutschland werden jährlich 240 000 Kinder misshandelt. Das sind die offiziellen Angaben. Die Dunkelziffer liegt wohl bei einer Million. Diese dramatischen Umstände bewegen einen neuen Verein. Er handelt.

Zahlen und Fakten lastten jedem Normalsterblichen auf der Seele. "Das heißt statistisch betrachtet, dass umgerechnet auf die Gesamtfläche Deutschlands gesehen, nur 750 Meter von ihnen entfernt ein Kind misshandelt wird", erklärte Ralf Kiener, Vorsitzender des vor knapp einem Jahr gegründeten Vereins "Karolina", der sich für betroffene Kinder einsetzt. Am Samstag veranstaltete der Verein in Kooperation mit dem alljährlichen Kindersportfest der DJK auf dem Sportgelände am Ludwig-Wolker-Weg sein erstes "Karolina"-Sommerfest.

Den sportlichen Teil gestaltete die DJK. Das Fest war ein Riesenerfolg. Die Kinder konnten entlang des Flutkanals auf Kamelen und Ponys reiten und Kutschen fahren. Es gab Karussell, Schminktische und viele Angebote. Natürlich waren riesige Hüpfburgen und ein Geschicklichkeitsparcours aufgebaut. Dazu fanden stündlich mehrere Contests, zum Beispiel Wettlaufen gegen Kamele, sowie Sing- und Modewettbewerbe.

Kamele und Ferrari

Natürlich wollten auch die Eltern unterhalten werden. Für sie parkten vor dem Vereinsheim ein Ferrari 458 und ein Audi R 8. Natürlich zum Selberfahren. Dazu gab es zwei Strecken zur Auswahl. Die jeweilige Streckenlänge richtete sich nach dem Geldbeutel des Fahrers. Dank galt dem DJK-Vorsitzenden Reinhold Wildenauer für die Bereitstellung des Geländes. Die Schirmherrschaft hatte Wolfgang Pausch übernommen.

"Es sind Kinder hier, die von uns betreut werden, aber natürlich auch andere Kinder", sagte Tina Kiener. Um misshandelten Kindern helfen zu können, hat das Ehepaar Kiener aus Weiden mit fünf weiteren Gründungsmitgliedern den Verein "Karolina" aus der Taufe gehoben. Vorher wurden die Betroffenen mit privaten Spenden versorgt. Durch die Vereinsgründung wollte man Geldgebern die Möglichkeit eröffnen, ihre Spenden steuerlich geltend machen zu könnnen, erklärte der Vorsitzende.

Außerdem versuche man, Richtersprüche künftig auch in Richtung des Vereins zu lenken und mögliche Bußgelder aufzufangen. Anstoß für die Namensgebung sei das grausame Schicksal der kleinen Karolina Copik gewesen, erläutert Tina Kiener. Alle Mitglieder arbeiten engagiert und ehrenamtlich. Es fielen beim Verein "Karolina" auch keinerlei Verwaltungskosten an.

Kindern helfen

Den Anstoß habe Kinderkrankenschwester Rebecca Fröhlich gegeben. Ihr Hilferuf, ein misshandeltes Kind finanziell zu unterstützen, sei beim Ehepaar Kiener sofort auf fruchtbaren Boden gefallen. Rebecca Fröhlich ist Gründungsmitglied des Vereins.

Unterstützt werden Pflegefamilien mit Sachspenden wie Bekleidung und Spielsachen. Aber auch Therapiestunden für geschundene kleine Menschen würden finanziert, damit die später ein normales Leben führen könnten. Spendenkonto: Volksbank Nordoberpfalz. IBAN: DE32 753 900 000 001 120 107.
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