09.11.2017 - 18:08 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Neues Kolping-Bildungszentrum eingeweiht Menschen fördern und bilden

Das ging schnell. Erste Planungen Ende 2015. Baugenehmigung Mai 2016, zwei Monate später Spatenstich, im November Richtfest, im Sommer 2017 Umzug. Und am Donnerstag Einweihung des neuen Kolping-Bildungszentrums in der Robert-Bosch-Straße 5.

Architekt Werner Müller (rechts) hat den Schlüssel für das neue Kolping-Bildungszentrum schon an Leiterin Elisabeth Weiß weitergereicht. Doch es greifen auch stellvertretender Landrat Albert Nickl und Bürgermeister Lothar Höher nach ihm. Wohl um Unterstützung zu symbolisieren. Bild: Schönberger
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Viel persönliches Engagement der Mitarbeiter machte die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Irmgard Schroll-Decker als Hauptgrund für die rasante Entwicklung aus. Bei dem feierlichen Akt betonte sie: "Kolping liebt Herausforderungen." Diözesanpräses Karl Dieter Schmidt segnete die neuen Räumlichkeiten und die Menschen, die dort ein- und ausgehen. Hier würden vorwiegend junge Leute gebildet und gefördert, und das in einer "Atmosphäre gegenseitigen Helfens". Zusammenarbeit sei ganz hoch angesiedelt.

Bei der Schlüsselübergabe bezeichnete Architekt Werner Müller auch im Namen seiner Kollegen Hermann Rauh und Yannick Brunner den Bau als große Herausforderung. Zu klein und vom Schnitt her schwierig sei das Grundstück gewesen. Trotzdem ging schließlich alles schneller als geplant. Und dass es besonders gut gelungen ist, davon konnten sich die zahlreichen Gäste bei einem Rundgang überzeugen. Beeindruckt zeigten sich auch stellvertretender Landrat Albert Nickl und Bürgermeister Höher, die den hohen Stellenwert der Bildung betonten. In den "Rohstoff Nummer 1" müsse man noch mehr investieren.

Zu Beginn der Feier hatte Vorstand Christine Jäger auf die lange Tradition des Kolping-Bildungswerks am Standort Weiden hingewiesen und auf die Anfänge und Entwicklungen zurückgeblickt. So gab's 1979 den ersten Lehrgang für Wirtschaftsassistenten. Die erste Dienststelle wurde 1982 in der Luitpoldstraße im Dachgeschoss eingerichtet, verbunden mit EDV- und Rhetorik-Kursen. 1997 kam eine Dienststelle in der Kettelerstraße hinzu und der Start für berufsvorbereitende Maßnahmen. Es folgten die Räumlichkeiten in der Schönwerthstraße (ehemalige Handelsschule Ruppert), eine Werkhalle in Leuchtenberg und Räume im alten Postgebäude (2011). Jäger dankte allen Partnern, vom Job-Center über Stadt und Land bis zu den Ausbildungsbetrieben. Ganz besonders hob sie die Mitarbeiter Hermann Pirkl und Josef Donhauser hervor.

Überwältigt zeigten sich die Zentrumsleiter Elisabeth Weiß und Jürgen Förster, dass die schönen Räume nun mit Leben erfüllt würden. Ihr Dank galt auch dem Künstler Günther Mauermann, der zwei Objekte beigesteuert habe. Weiß und Förster gaben schließlich einen Überblick über die angebotenen Maßnahmen, die von Berufsorientierungswochen über Umschulungsmaßnahmen und Sprachkursen bis zur Betreuung junger Flüchtlinge reichten. 50 Mitarbeiter und 30 Honorarkräfte stünden für breitgefächerte Kompetenz. Mit dem neuen Haus sei man attraktiv für die Zukunft aufgestellt.

Thema "Scout"

Bei der Einweihung des neuen Kolping-Bildungszentrums dankte Bürgermeister Lothar Höher auch für die gute und erfolgreiche Arbeit im offenen Jugendtreff "Schülercafé Scout". Er zeigte sich überzeugt, dass es mit der Einrichtung auch mittelfristig weitergehen werde. Von einer sehr wichtigen Einrichtung sprach Zentrumsleiterin Elisabeth Weiß. (vok)

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