03.03.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Nikola Vranjes neuer Vorsitzender der CSU-Hammerweg "TB-Gelände nicht zupflastern"

Vor drei Wochen noch Vorsitzender in der Stockerhut, jetzt Chef im Hammerweg. In der Tourismusbranche würde man das Ortsverbands-Hopping nennen. Nikola Vranjes führt seit Donnerstag den CSU-Ortsverband im Norden der Stadt.

Nikola Vranjes (Vierter von rechts), vorher Ortsvorsitzender in der Stockerhut, führt jetzt den Ortsverein Hammerweg. Amtsvorgänger Gerhard Hegner (sitzend, rechts) übernahm das Amt des Stellvertreters. Bild: Kunz
von Helmut KunzProfil

Geschuldet ist dies seinem Umzug in den Ortsteil. "Mit dem Hammerweg bin ich persönlich tief verbunden", sagte Vranjes nach seiner Wahl. Hier habe er seine Kindheit und einen Teil seiner Schulzeit verbracht. "Mir ist es ein großes Anliegen, dass dieser Ort lebenswert bleibt, als Heimat, Rückzugsort und Erholungsgebiet." Sein Vorgänger Gerhard Hegner kandidierte nach sechs Jahren aus beruflichen Gründen nicht mehr. Er rückte mit einem lachenden und einem weinenden Auge in die zweite Reihe und übernahm den Stellvertreterposten.

"Ich hab's gerne gemacht", betonte Hegner im Café Hägler. "Aber ich konnte in den letzten Jahren nicht mehr wie ich wollte." Unter seiner Ägide sei viel geschehen im Sprengel. "Dieser Stadtteil entwickelt sich ständig weiter." Aufzupassen gelte es, dass das Turnerbund-Gelände nicht überstrapaziert werde. "Ich meine, was da geplant ist, ist einfach zu mächtig." Auch Vranjes zeigte sich besorgt. "Wir müssen uns für die grünen Lungen einsetzen. Wir dürfen das TB-Gelände nicht komplett zupflastern." Die SPD lehne sich in dieser Sache etwas weit aus dem Fenster, fand Stadtrat Hans Blum. Sozialer Wohnungsbau gut und schön. "Aber eine Ghettoisierung lehnen wir ab. Wir wollen eine gemischte Wohnbebauung auch für Familien." Und: "Die Sozialdemokraten sind nicht die einzige politische Partei in der Stadt. Wir wollen da schon auch mitreden." Für Hegner sind die örtlichen Themen der Zukunft Lärmschutz, Bahn und Elektrifizierung. "Wir wissen, wo den Bürger der Schuh drückt und wir suchen gemeinsam nach vernünftigen Lösungen."

Hoher Altersschnitt

Was ihm Sorgen bereite, sei die Überalterung der Mitglieder. Der Altersdurchschnitt liege bei 63,2 Jahren. Die Durchschnittszugehörigkeit zur Partei betrage 30 Jahre. "Nur sechs unserer 42 Mitglieder sind unter 50 Jahre." Früher habe der Ortsverein über 100 Mitglieder gezählt. "Gut, die Vergangenheit muss man ruhen lassen, und die Zukunft ist ständig in Bewegung." In einem Ortsteil mit 2700 Haushalten sollte eigentlich Potenzial für mehr Mitglieder sein.

Über Video ließ sich Kreischef Stephan Gollwitzer zuschalten. Er gratulierte, wie Alois Lukas, dem "Neuen" und dankte dem alten Vorsitzenden für seine Arbeit. Hans Forster ging auf die jährlichen Frühjahrs-Überschwemmungen des Rad- und Fußweges beim Herbstaugraben ein und versprach eine unbürokratische Lösung. "Es werden spannende Zeiten auf uns zukommen", betonte Vranjes. Er nannte die Kinderkrippe der Johanniter, die Neueröffnung des Kindergartens St. Konrad, Fahrradwege und eine bessere Straßenbeleuchtung. "Solche Anliegen müssen wir erkennen und vorantreiben." Vranjes: "Man muss uns wahrnehmen und auf uns als Repräsentanten vertrauen." Um eine Verjüngungskur sei ihm nicht bange. Schließlich zähle der Ortsverband mit Maria Sponsel die Kreisvorsitzende der Jungen Union in eigenen Reihen. "Das bietet uns Vorteile beim Gewinn von jungen, aktiven Mitgliedern."

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender Nikola Vranjes, Stellvertreter Gerhard Hegner und Richard Nowak. Schatzmeister Manfred Behrendt, Schriftführerin Dagmar Nachtigall, Beisitzer Hans Blum, Josef Eisenhut, Georg Hägler, Jürgen Haubner, Martin Kneidl, Georg Kucz, Heinz Pohl und Stefan Schmid. Kooptiertes Mitglied Maria Sponsel, Revisoren Josef Eisenhut und Georg Kucz.

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