Nordoberpfälzer Musikfreunde
Raunacht

(hcz) Eine 16-köpfige Blaskapelle wird noch nicht oft auf der kleinen Bühne in der Gaststätte "Strehl" gestanden sein. Am Mittwoch aber war dies der Fall. Bei der Raunacht der "Nordoberpfälzer Musikfreunde" (NOM) war die Blaskapelle Poppendorf zu Gast und gab ein begeisterndes Konzert. Poppendorf - wo liegt das denn? Stadtrat Hans Forster konnte die Frage beantworten: im Ahorntal in der Fränkischen Schweiz. Die Poppendorfer spielten "Mein Heimatland", "Morgenblüten", die "Bodensee-Polka" und den "Böhmischen Traum" - furios und tongewaltig.

Hoch vom Himmel

Mit über 150 Besuchern war die Gaststätte wieder völlig gefüllt. Die Kemnather Sängerinnen - Sieglinde Wick und Monika Fink, die an diesem Tag ihren 70. Geburtstag hatte - brachten in Begleitung von Roland Küffner (Akkordeon) alte Oberpfälzer und böhmische Volksweisen dar. "As Bankerl", "Da Flouh" und "Hoch vom Himmel droben", um nur einige zu nennen. Die "Salleröder Buam" (Simon Schmidt, Stefan Schmidt, Jonas Stauber) begeisterten mit schnellen Akkorden. Mit "Im Galopp", "Verzauberte Finger", "Magic Viki Polka" und der "Ni Hao Polka" bewiesen sie anschaulich, dass sie großes Talent und blitzschnelle Finger haben.

"Hackbrett Furiosa", eine Gruppe, die mit ungewöhnlichen Tönen und seltenen Instrumenten umzugehen weiß, trat, passend zu den Raunächten, mit der Geiserstunden-Polka auf. Außerdem boten Martin Zellner (Akkordeon), Andrea Zellner-Vitzthum (Hackbrett und Hölzernes Glachter), Christine Eller (Hackbrett, Harfe, Okarina, Blockflöte) und Rainer Ungermann (Kontrabass) den "Habergaiß-Boarischen" oder ein "Osteuropäisches Potpouri".

Die "Allerscheynst'n" brachten die Gaststube zum Kochen. Die Gaudi-Burschen aus Högling verstehen es, mit gigantisch guter Musik und lustig-derben Witzen Stimmung zu machen. Herrlich: ihre bayerische Interpretation von "The Lion sleeps tonight" oder auch "I ho amal a Moidl ghabt". Die "Weidener Komödiens" zeigten nicht nur lustige Sketches, sondern übergaben an Moderator Thomas Fritsch auch eine Spende für die Jugendarbeit der NOM. Lisa Weismeier, Simon Boll, Michael Zielbauer, Gitte Frank und Hans Zielbauer waren die Stars in den drei Toni-Laurer-Stücken.

Auf nach draußen

"Grausame und furchterregende" Perchten fielen in der Pause über die Besucher her. Die Störenfriede trieben diese ins Freie, wo man sich mit Hochprozentigem stärken konnte. OTV zeigt die Aufzeichnung der "Raunacht" am 8. und 22. Januar, sowie am 5. Februar.
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