02.04.2018 - 15:06 Uhr
Oberpfalz

Nur noch drei Wochen Baustelle in der Latscher Straße Wasser für den Westen

Das Ende der Baustelle in der Latscher Straße auf Höhe der Gaststätte "Alpenrose" naht. Spätestens in drei Wochen sollen die Autofahrer in Richtung Neunkirchen wieder freie Fahrt haben. Gleichwohl geht der Bau der neuen Wasserhauptleitung an anderer Stelle weiter.

Der Bau der neuen Wasserleitung zwischen Weiding und Frauenricht geht in die nächste Phase. Tobias Dittrich (Stadtwerke), Herbert Käs (Ingenieurbüro Kohl), Stadtwerke-Vorstand Johann Riedl und Projektleiter Andreas Völkl (Firma Markgraf, von links) erläutern die Pläne. Bild: Hladik
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Seit November wird in diesem Bereich gebaggert, wurden Anwohner und Autofahrer auf eine Geduldsprobe gestellt. Die Firma Markgraf aus Weiden verlegt im Auftrag der Stadtwerke Weiden Wasser- und Gasleitungen. "Wir werden jetzt soweit alles fertig machen, dass wir bald asphaltieren können", sagt Projektleiter Andreas Völkl.

Dass es länger gedauert hat, sei zum einen dem Wetter geschuldet. "Erst hatten wir Regen und dann starken Frost. Wir haben fast fünf Wochen verloren", so Völkl. Der Boden war bis zu 70 Zentimeter tief gefroren, der Erdaushub und die abschließende Verdichtung schwierig. "Es war einfach kein guter Winter für Tiefbaumaßnahmen." Nicht ganz einfach waren auch die Gegebenheiten vor Ort. "Wir mussten unter der B 470 durchbohren und im Anschluss noch unter der Bahnlinie durch und an den Kanalrohren vorbei. "Wir mussten fünf Meter in die Tiefe", erklärt Herbert Käs vom Ingenieurbüro Kohl & Partner.

Auf einen reibungslosen Verlauf hoffen die Beteiligten nun für die nächsten Bauphasen, die für die Verlegung der neuen Hochbehälterleitung von der Weiding bis Frauenricht anstehen. Auf einer Länge von insgesamt 3,5 Kilometer werden DIN-500-Rohre mit einem Durchmesser von rund einem halben Meter und fürs Gas DIN-350-Rohre mit 28 Zentimetern Durchmesser verlegt. "Wenn schon mal offen ist, machen wir Gas gleich mit", ergänzt Stadtwerke-Vorstand Johann Riedl. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,7 Millionen Euro.

Die Rohrleitungen werden von Latsch entlang des Fuß- und Radwegs bis zur Auffahrt der A 93 verlegt, unterqueren die Staatsstraße 2166 und enden beim Schacht in Frauenricht. "Bei der Autobahnauffahrt könnte es nochmal spannend werden", sagt Planer Käs. Bei früheren Tiefbauarbeiten sei man auf Findlinge im Boden gestoßen. "Wenn's zu steinig wird, dann müssten wir die Auffahrt sperren. Ich hoffe aber, dass das nicht nötig sein wird."

"Mit der neuen Wasserleitung sind wir für die Zukunft gerüstet. Über sie wird einmal der Stadtteil Neunkirchen angebunden und das neue Gewerbegebiet West IV, wenn es denn kommt", sagt Stadtwerke-Chef Riedl. Ein Anschluss sei jedenfalls bei Bedarf jederzeit möglich.

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