Oberpfalz-Medien spendet Geld
Für Bedürftige in der Region

Geschäftsführende Verlegerin Viola Vogelsang-Reichl (links) und Betriebsratvorsitzender Richard Kick (Zweiter von rechts) übergaben eine Spende an fünf gemeinnützige Einrichtungen. Bild: Schönberger

"Wichtig sind uns die Bedürftigen in der Region", sagte Viola Vogelsang-Reichl. Die geschäftsführende Verlegerin der Oberpfalz-Medien überreichte mit Betriebsratsvorsitzendem Richard Kick je 1000 Euro an fünf soziale Projekte. Das Geld stammt von den Mitarbeitern der Oberpfalz-Medien. Die Summe rundete das Unternehmen auf.

Die Ressortleiter des Neuen Tags, der Amberger Zeitung und der Sulzbach-Rosenberger Zeitung haben viele Vorschläge für die Empfänger der Spenden eingeschickt, erklärte Kick das Prozedere. Vogelsang-Reichl und er haben anschließend aus den Vorschlägen fünf Vereine und Institutionen ausgewählt, die zur Spendenübergabe ins Verlagshaus in Weiden eingeladen waren. Diese sind:

Sozialdienst katholischer Frauen, Amberg: Vorsitzende Marianne Gutwein berichtete, dass es in Amberg kein Frauenhaus gibt. Stattdessen hat der Verein ein paar Schutzwohnungen, in denen drei Frauen und fünf Kinder leben können, wenn sie vor einem gewalttätigen Ehemann oder Freund fliehen. "Letztes Jahr und heuer war unser Haus immer voll", sagte sie. Die Spende wird für die Renovierung dieser Wohnungen verwendet.

Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit (KASA) der Diakonie Sulzbach-Rosenberg: Um arme und hilfsbedürftige Menschen kümmert sich die Einrichtung von Theo Wißmüller. "Wir haben viele Leute, die in ganz schwierigen Situationen leben", berichtete der Sozialpädagoge, der Leute zu Hartz IV berät. Die Spende gehe zu 100 Prozent an notleidende Menschen, versprach Wißmüller.

Aktion Feuerkinder Stiftland: Seit 2000 operiert Dr. Annemarie Schraml Kinder in Tansania. Diese leiden häufig an Verbrennungen, haben Klumpfüße oder eine Fehlstellung der Achse (O- und X-Beine). Oft seien die Krankheiten so schlimm, dass die Kinder kaum gehen können. Nach der OP können sie die Schule besuchen und einen Beruf erlernen. Die Kinderorthopädin und ihr Team reisen mehrmals im Jahr nach Afrika. Auch das Equipment müssen sie immer mitbringen.

Palliativ- und Hospizstation "Sindersberger Arche" im Eleonore-Sindersberger-Altenheim, Weiden:
Die Schwerstpflege für Menschen, die aus dem Krankenhaus entlassen werden, "ist nicht gut abgedeckt", sagte Heimleiter Wolfgang Reuther. In dieser besonderen Abteilung des Heims gibt es spezielle Betten und Bäder für Bewohner. Sie können im Bett in einem sehr großen Wohnzimmer mit viel Tageslicht liegen. "Das riesige Wohnzimmer finanziert einem niemand", erläuterte Reuther.

Verein Lebenswert, Vohenstrauß: In dem Laden "Brauchbar" bieten Karin Gesierich und ihr Team hilfsbedürftigen Menschen gebrauchte Kleidung und Gebrauchsgegenstände an. "Es gibt aber viele Leute, die sich schämen, um Hilfe zu bitten", erzählte sie. Das Geschäft, das 2016 in die Stadtmitte zog, finde immer größeren Zuspruch, sagte die AWO-Vorsitzende.
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