Ortstermin der Grünen auf dem umgebauten Adolf-Kolping-Platz
"Gut gemacht"

Viele Ähnlichkeiten: Gisela Helgath und Karl Bärnklau (rechts) haben ihren Plan für die Seltmannstraße aus dem Jahr 1995 mitgebracht.

Die Grünen sind vor Ort. Fraktionschef Karl Bärnklau und Stadträtin Gisela Helgath feiern den umgebauten Adolf-Kolping-Platz. Endlich, endlich sichere Spuren für die Radler. Dazu gibt es weitere Anmerkungen.

Die Grünen reklamieren für sich, dass sie den Schutz der Radfahrer von der Christian-Seltmann-Straße in die verkehrsreichste Kreuzung der Stadt am vehementesten forderten, und zwar schon seit Jahrzehnten. Gisela Helgath hat sogar den Beweis dabei: Im Mai 1995 legt der Regensburger Stadtplaner Peter Seywald seinen Entwurf vor, den der Grünen-Kreisverband in Auftrag gegeben haben. Auch die Kosten von 1000 Mark übernimmt damals der Kreisverband. Helgath entdeckt viele Gemeinsamkeiten ihres Entwurfes mit dem umgebauten Straßenzug. "Sogar die Nasen, die vorgezogenen Aufstellzonen für die Radfahrer vor den Ampeln, hatten wir drin. Vieles von dem, was wir erst jetzt bekommen haben, hätten wir schon vor 22 Jahren bauen können."

Als einen Durchbruch für die Radfahrer wertet Karl Bärnklau den Umbau des Kolpingplatzes und die Neuaufteilung der Verkehrsflächen in der Seltmannstraße. "Gut gemacht. Wir hoffen, dass möglichst viele Weidener aufs Rad umsteigen und dieses Angebot offensiv annehmen." Zugleich wünscht er sich, dass die Autofahrer weniger aggressiv unterwegs sind. Denn eines wird bei der Ortsbegehung schnell klar: Weder Auto- noch Radfahrer haben üppig Platz. "Man muss sich arrangieren, Rücksicht nehmen." Dies gilt besonders auf dem rot eingefärbten "Wechselstreifen" hoch zum Kolpingplatz, wo sich die Radfahrer auf die entsprechenden Schutzstreifen "einsortieren" und dabei auch die Fahrspuren der Autofahrer kreuzen müssen. "Da ist's gefährlich", stellt Bärnklau fest.

Bei aller Begeisterung für den Umbau: Die Grünen sind nicht wunschlos glücklich. So halten sie immer noch die Einmündung der Mooslohstraße für überdimensioniert ausgebaut. Hier sollten die Radler auf der Seltmannstraße immer Vorfahrt genießen. Auch der Halt stadtauswärts auf Höhe der Sintzelstraße sei überflüssig, bremse die Radler unnötig. Gerade hier im steilsten Teil der Seltmannstraße sei das Anfahren schwierig. Unbefriedigend bleibe auch, dass die Schutzstreifen in der Schiller- und der Nikolaistraße abrupt enden und die Radler wieder mit den Autos um den Platz konkurrieren.

Ein Vorwegweiser in der Peuerlstraße sollte die stadteinwärts abbiegenden Fahrzeuge vor den "verschränkten Spuren" warnen. Bereits umgesetzt ist ein Wunsch der Grünen: Die Parkplätze in der Seltmannstraße vor den Anwesen Nummer 27 und 31 sind verschwunden. Auch wenn "Halten" noch erlaubt ist, ist der Radweg jetzt doch durchgängig.
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